SPD St. Johann fordert Ehrenbürgerwürde für Max Braun

Bereits Mitte der 1920er Jahre warnte der überzeugte Europäer und Antifaschist Max Braun vor den nationalistischen Parteien der Weimarer Republik.

Am 3. Juli jährt sich der Todestag von Max Braun zum 70. Mal. Dies nimmt die SPD St. Johann zum Anlass, um für ihn die Saarbrücker Ehrenbürgerwürde zu fordern.

Marc Strauch, Vorsitzender der SPD St. Johann , erklärt: "Als überzeugter Antifaschist, als Vorsitzender der saarländischen Sozialdemokraten und Kopf der hiesigen Widerständskämpfer hat sich Max Braun gegen einen Anschluss des Saargebiets an Hitlerdeutschland gestemmt und auch im Exil im Widerstand mitgewirkt."

Weiter erläutert die SPD St. Johann : Max Braun stammt aus Neuss. Er kam 1923 als Chefredakteur der hiesigen SPD Parteizeitung "Volksstimme" nach Saarbrücken und machte sich dort schon bald als Redner und Journalist einen Namen.

Bereits Mitte der 1920er-Jahre warnte der überzeugte Europäer und Antifaschist vor den nationalistischen Parteien in der Weimarer Republik und stemmte sich gegen eine Rückgliederung der Saar in das von Hitler regierte Dritte Reich. Eine Rückkehr des Saargebiets konnte für Braun nur in ein demokratisches und freiheitliches Deutschland erfolgen. Als Vorsitzender der Saar-SPD (seit 1929) hätte er für seine Überzeugung und Rolle als Kopf der Widerstandsbewegung bei einem Mordanschlag der Deutschen Front gegen ihn fast mit dem Leben bezahlt.

1935 ging er ins Exil, zunächst nach Frankreich, dann nach England, wo er das "Office Sarrois" leitete und für den Soldatensender Calais arbeitete.

Seine fest geplante Rückkehr ins Saarland blieb ihm nach der Befreiung Deutschlands aufgrund seines überraschenden Todes am 3. Juli 1945 im Londoner Exil verwehrt.