Stadtteilrundgang : Parkplatzmangel plagt den Rotenbühl

Oberbürgermeisterin Charlotte Britz begann ihre sommerlichen Stadtteilrundgänge in St. Johann

()  Auf dem Ilseplatz hat Oberbürgermeisterin Charlotte Britz am Mittwochnachmittag die Reihe ihrer sommerlichen Stadtteil-Rundgänge eröffnet. Die Probleme, um die es natürlich auch geht, ließen nicht lange auf sich warten.  Erstes großes Thema war der Mangel an Parkplätzen ums Gymnasium. Betroffen: Lehrer, Anwohner, Schüler und die unzähligen Elterntaxis der jüngeren Gymnasiasten. Und neuerdings auch noch Studenten der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW).  Die Stadt setzt in diesem Fall auf ständige Gespräche mit allen Beteiligten. Eine Grünfläche für weitere Parkplätze zu opfern, käme für Britz nur im äußersten Notfall in Frage.

Schnell widerlegt ist die Behauptung, die Saarbahn halte bald am Ilseplatz: „Darüber brauchen wir nicht zu sprechen, denn es handelt sich tatsächlich um ein Gerücht“, sagte Britz. Nachdem das also klar war, ging es  weiter zum Kieselhumes. Zum Ärger der Anwohner nehmen Nutzer des Stadions nicht etwa den Eingang „Am Kieselhumes“, sondern den gegenüber im eigentlich ruhigen Wohngebiet. Vor allem, wenn ein Mannschaftsbus dort lange rangieren muss, sei der Verdruss groß. Warum also nicht durchs Tor „Am Kieselhumes“?

Die paar Bäume auf dem Bürgersteig wären noch nicht so sehr Problem. Doch der Bordstein ist nicht abgeflacht. Wird  ein Bus dort beschädigt, muss die Stadt haften, wie Verkehrsexperte Christoph Kreis einwarf. Außerdem hat die Behörde andere Pläne. Die Busspur soll in diesem Bereich aufgegeben werden  zu Gunsten eines Parkstreifens für Stadionnutzer. Nur ganz unten, an der Ampel bei der Halstestelle werde die Busspur beibehalten, sagte Kreis. Er will außerdem einen Bereich ausweisen, in dem Eltern die Jugendlichen, die zum Training wollen, sicher absetzen können. „Dann probieren wir das einfach so, wie es die Bürger wollen“, entschied Britz kurzum. Ob nun der Bordstein abgesenkt werden muss, soll im Gespräch mit Experten beraten werden, vielleicht genüge ja eine provisorische Rampe. Bewähre sich der Test, sei sicher noch Geld vorhanden, um den Bordstein endgültig abzusenken.

Nach einem  Abstecher auf den brachliegenden oberen Sportplatz der Anlage, wo das  Gesundheitszentrum entstehen soll, ging es zur Gartenkolonie am Ostbahnhof. Dort warteten verärgerte Kleingärtner. Viele  haben die Kündigung für ihre Parzelle bereits. Der Grundstückseigentümer, die Deutsche Bahn, plant zu bauen und hat bereits einen Bau-Vorantrag bei der  Stadt gestellt. Daraus gehe aber nicht hervor, was dort gebaut werden soll. Das Bauamt habe um weitere Informationen gebeten. Sobald diese vorliegen, könne die Verwaltung einer Bürgerinformation organisieren. Ob Bahnvertreter dort sind, liege nicht in der Macht der Verwaltung. Gestern war Britz auf dem Eschberg. Im August folgen Besuche in Güdingen, Gersweiler und Dudweiler.