Orpheus rennt ungehindert in die Katastrophe

Opernfilm im Kino achteinhalb zeigt Georg Philipp Telemanns Werk über „die wunderbare Beständigkeit der Liebe“

Im Rahmen der Tage Alter Musik im Saarland (Tamis) veranstaltet von der Akademie für Alte Musik im Saarland, Meerwiesertalweg 26 in Saarbrücken, zeigt das Kino achteinhalb am Montag, 6. März, 20 Uhr, den Film "Georg Philipp Telemann: Die wunderbare Beständigkeit der Liebe oder Orpheus TWV 21:18 Oper in drei Akten". Der Film entstand in Deutschland im Jahre 2010 und ist freigegeben für Zuschauer ab sechs Jahren. Der Eintritt kostet 6,50 Euro, ermäßigt 5,50 Euro. Georg Philipp Telemanns Oper nach dem Orpheus-Mythos ist ein ungewöhnliches Bühnenwerk. Nicht nur, dass es auf ein freudiges Ende verzichtet, indem es die Protagonisten ungehindert in die Katastrophe laufen lässt und selbst der Nebenhandlung ein Happy-Ending verweigert. Auch seine Dreisprachigkeit (deutsch, italienisch, französisch), auf die erstmals Hellmuth Christian Wolff in seiner Untersuchung des Repertoires der Barockoper in Hamburg (1957) hingewiesen hatte, galt lange als sein hervorstechendstes Merkmal. Die Musik war lange verschollen, wurde jedoch kürzlich wiederentdeckt - in der Musiksammlung der Grafen von Schönborn in Wiesentheid/Unterfranken, die bis dahin in keinem Zusammenhang mit Hamburger Opernquellen gesehen worden war.

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