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Nach Angriffen auf Krankenhäuser in Syrien
Kurden versammeln sich zu Spontandemo an Saarbrücker Hauptbahnhof

Polizeieinsatz wegen kurdischer Spontandemo in Saarbrücken (Symbolbild).
Polizeieinsatz wegen kurdischer Spontandemo in Saarbrücken (Symbolbild). FOTO: Christian Charisius / dpa
St. Johann. Wie in vielen europäischen Städten ist es auch in der Landeshauptstadt am Samstagabend (10. März 2018) zu einem unangemeldeten Protestzug gekommen. Von Matthias Zimmermann
Matthias Zimmermann

Nach Medienberichten über Angriffe des türkischen Militärs auf belagerte Kurdengebiete in Syrien, wobei wiederholt Krankenhäuser getroffen worden sein sollen, ist es in vielen Städten zu spontanen Protesten gekommen. So versammelten sich am Samstag gegen 21.50 Uhr auch in Saarbrücken Demonstranten, wie ein Sprecher des Führungs- und Lagezentrum der Polizei auf Nachfrage berichtet. Demnach zogen 450 Menschen vom Hauptbahnhof Richtung St. Johanner Markt. Kurz bevor die Teilnehmer den Markt erreichten, kehrten sie um. Nahe der Reichsstraße versammelten sie sich dann zu einer Abschlusskundgebung, um gegen die Bombardierung ihrer Landsleute in Syrien zu skandieren.


Wie der Polizeisprecher weiter berichtet, war die Lage emotional aufgeheizt. Die unangemeldete Veranstaltung verlief dennoch friedlich. Um die 40 Beamte begleiteten den Menschenzug, bis er sich kurz vor Mitternacht auflöste.

Von ähnlichen Aufmärschen berichteten am Sonntagmorgen Behörden unter anderem aus Paris und Brüssel.