Vereinigung der Freunde und Förderer der Musikschule setzt Konzertreihe fort: Konzert für Förderer der Musikhochschule

Vereinigung der Freunde und Förderer der Musikschule setzt Konzertreihe fort : Konzert für Förderer der Musikhochschule

Absolvent spielt heute Klaviersonaten von Beethoven. Vereinigung unterstützt viele Studenten.

Es ist wohl einer der ältesten kulturellen Fördervereine an der Saar und bestimmt der mit dem längsten Namen: die Vereinigung der Freunde und Förderer der Hochschule für Musik Saar, kurz FuF genannt. Der Verein wurde bereits 1959 gegründet und hat heute über 800 Mitglieder, darunter allein 100 Fördermitglieder. Der Beitrag liegt derzeit bei 25 Euro im Jahr, Ehepaare zahlen 40 Euro.

„Ziel des Vereins ist es, die Musikhochschule und die Studenten zu unterstützen, sowie unsere Mitglieder an die Hochschule zu binden“, erklärt Werner Severin, erster Vorsitzender des Vereins. Neben ihm gibt es noch sieben weitere Vorstandsmitglieder und die Leiterin der Geschäftsstelle, Marion Uhl. Die nach außen hin sichtbarste Aktivität des Vereins ist dabei eine eigene Konzertreihe. „Viermal pro Semester, also achtmal im Jahr, geben Professoren und Studenten der Hochschule Konzerte für die Öffentlichkeit, die für unsere Vereinsmitglieder kostenlos sind. Damit gibt die Hochschule an die Mitglieder des Vereins für deren Unterstützung etwas zurück“, erzählt Werner Severin. Denn der Verein steht der Hochschule mit finanzieller Hilfe zur Seite. „So übernehmen wir die Kosten von Meisterkursen für Studierende, fördern Projekte außerhalb des Studienangebots, wie Vorträge oder Kurse für Studenten, ermöglichen Aufführungen mit Studenten und helfen auch schon mal bei der Anschaffung von Instrumenten“, berichtet der Vorsitzende weiter.

Neben diesen vielfältigen Hilfen haben die Freunde und Förderer der Hochschule aber auch zwei feste Fonds eingerichtet, die jedes Jahr ausgezahlt werden. Der erste Fonds ist zur Kostenübernahme für die Teilnahme von besonders begabten Studenten an Wettbewerben oder Festivals angelegt. Der zweite Fonds ist ein „Notgroschen“ für in wirtschaftliche Not geratene Studenten, wenn das Instrument zerbricht oder andere schwerwiegende finanzielle Probleme auftreten. Insgesamt sind diese beiden jährlichen Fonds mit insgesamt 9000 Euro gut gefüllt.

Aber eines ist dem Vorsitzenden ganz wichtig: „Die Entscheidung trifft immer die Hochschule. Wir treffen keinerlei Auswahl.“ Überhaupt sei es so, dass der Vorstand in einem sehr engen Austausch mit dem Rektor der Musikhochschule arbeitet, alle Förderanträge werden über ihn und von ihm gestellt. Dem Vorstand bleibt dann aber immer noch die Aufgabe, Prioritäten zu setzen. „Denn es gibt mehr Wünsche, als das Budget von 25 000 bis 30 000 Euro im Jahr hergibt“, sagt er und lacht.

Mit einem Großteil des Geldes  werden die Studenten unterstützt, die letzte große Anschaffung des Vereins für 50 000 Euro war ein mobiles, digitales Tonstudio im Jahr 2009. „Das war ein Geschenk zum 50. Jubiläum des Vereins. Das haben wir mit einem großen Sonderkonzert finanziert“, erklärt Marion Uhl, Leiterin der Geschäftsstelle, die wie alle anderen Vorstandsmitglieder ehrenamtlich arbeitet. Da stellt sich die Frage, wo sie für diese Arbeit die Motivation hernimmt? „Es macht mir eine große Freude, die Entwicklung und auch die Begeisterung der Studenten zu erleben. Oft findet man deren Namen später in großen Konzerten wieder, dann ist das toll, diese Entwicklung am Rande zu verfolgen“, sagt sie. Und Werner Severin? „Meine größten Interessen sind zeitgenössische Kunst und klassische Musik. Als Vorsitzender der Vereinigung erhält man eine ganz enge Verbindung zur klassischen Musik und einen emotionalen Zugang zur Hochschule. Man ist direkt an der Quelle – und das ist eine Quelle der Freude.“

Das nächste Konzert für die Freunde und Förderer der Hochschule für Musik, ist am Freitag, 20. Oktober, um 19 Uhr in der Hochschule für Musik Saar. Marlo Thinnes, Klavier, der selbst an der HfM studiert hatte,  spielt Klaviersonaten von Beethoven. Weitere Infos zum Verein unter marion.uhl@saarlb.de.

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