Jazzer Rosario Giuliani und Band sprühten vor Spielfreude

Rosario Giuliani zum Zweiten: Wie bereits vor drei Jahren, so bescherte der heißblütige Saxofonist mit seinem Quartett dem "Saarbrücker Jazzfestival" wieder ein Glanzlicht. Jeder Ton des Italieners am Sonntag im Domicil Leidinger war vom Feinsten: ob empfindsames lyrisches Timbre oder ultraflinke Läufe und Eruptionen.

Neu in Saarbrücken waren die Partner des Musikers aus der Region Latium. Jeder von ihnen jazzte nicht nur kongenial; auch die Chemie stimmte, und die Spiellust aller war nicht zu überhören. Das Giuliani-Ensemble empfahl sich als funktionierender Organismus, für Hochspannung etwa bei rasenden Bebop-Rhythmen sorgend und immer wieder sich entspannend und öffnend. Weniger ist häufig mehr: Bezeichnenderweise ließ Pianist Roberto Tarenzi, der mit großartigen Soli auftrumpfte, in solchen Momenten die Hände schon mal völlig ruhen. Dario Deidda, in Italien vor allem für seine E-Bass-Künste gefeiert, zeigte, dass er ebenso am Kontrabass ein Großer ist. Mimi Verderame schließlich, Dreh- und Angelpunkt am Schlagzeug, ließ es grooven und swingen, dass es eine helle Freude war.

Donnerstag, 20. November,

20 Uhr, Breite 63: Timbo Mehrstein Gipsy Jazz Ensemble.