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Fischsterben wegen extremer Hitze und Abwasser

St Johann. Auf ein seit Tagen anhaltendes Fischsterben im Kobenhütter Weiher auf dem Eschberg hat am Freitag die Stadtpressestelle hingewiesen. Als Gründe in Frage kämen die extreme Hitze der letzten Tage und eine "unbemerkte illegale Fehleinleitung von Schmutzwasser in die angeschlossene Regenkanalisation", so die Stadt. red

Wegen der seit Tagen herrschenden Trockenheit sei nur noch wenig Frischwasser in den Weiher gelaufen. Deshalb habe sich der Sauerstoffgehalt des Wassers stark verringert. Ausgerechnet bei einer solchen Hitze brauchten aber die Fische mehr Sauerstoff. Bleibt er aus, verenden sie.


Um nicht den ganzen Fischbestand zu verlieren, hat die Stadt das Landesamt für Umweltschutz eingeschaltet. Außerdem hat die Freiwillige Feuerwehr bereits mehrfach im Laufe dieser Woche durch den Einsatz von leistungsstarken Pumpen versucht, den Sauerstoffgehalt des Wassers zu erhöhen.

Die unbemerkt gebliebene illegale Fehleinleitung von Schmutzwasser in die an den Weiher angeschlossene Regenkanalisation könnte ebenfalls zum Absinken des Sauerstoffgehaltes beigetragen haben. Derzeit sucht der Zentrale Kommunale Entsorgungsbetrieb (ZKE) nach Verursacher und Quelle der illegalen Verunreinigung.

Weiterhin prüft der Entsorger Maßnahmen wie Umleiten und Abpumpen, damit kein neues Schmutzwasser eindringt.

Die Einleitstellen von Regenwasser in Gewässer werden regelmäßig durch den ZKE überprüft. Die letzte Standard-Untersuchung im November habe keine Auffälligkeiten ergeben. Durch die angekündigten Niederschläge am Wochenende ist eine Entspannung der Situation zu erwarten, wie die Stadt meldet.