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Festival setzt Vielfalt gegen Einfalt: „Interkulturelle Wochen” vom 22. September bis 3. Oktober

Festival setzt Vielfalt gegen Einfalt: „Interkulturelle Wochen” vom 22. September bis 3. Oktober

Das kubanisch-peruanische Duo „De a Dos“ eröffnet kommenden Dienstag die Interkulturellen Wochen. 12 Tage lang gibt es politische Diskussionen, Lesungen, Konzerte und Filmvorführungen.

Mit einem Fest im Rathausfestsaal beginnen am Dienstag, 22. September, 18 Uhr, die Interkulturellen Wochen. Das kubanisch-peruanische Duo "De a Dos" musiziert. Dazu wird Samba getanzt. Es gibt außerdem diverse Kostproben aus dem Programm der Wochen. Der Eintritt ist frei. Veranstalter sind das Zuwanderungs- und Integrationsbüro (ZIB) und der Integrationsbeirat.

Die Interkulturellen Wochen stehen unter dem Motto "Vielfalt - das Beste gegen Einfalt". Bis Samstag, 3. Oktober, laden die Stadt Saarbrücken, Vereine, Kulturschaffende und Akteure der Integrationsarbeit zu 16 Veranstaltungen ein. Es gibt Diskussionen zu aktuellen politischen Themen, Lesungen und Fachveranstaltungen, Musik und Unterhaltung. Das städtische Filmhaus steuert eine Reihe internationaler Filme zu den Interkulturellen Wochen bei.

Auf Grund der aktuellen Entwicklungen bildet das Thema Flucht einen Schwerpunkt in den diesjährigen Interkulturellen Wochen. Am Donnerstag, 24. September, gibt es dazu eine Infoveranstaltung für Flüchtlinge zum Familiennachzug (Veranstalter: Deutsch-Ausländischer Jugendclub) und ein Erzählcafé "Von Flucht und Vertreibung erzählen" (Forum Ramesch). Am Freitag, 2. Oktober, finden eine Podiumsdiskussion zum Dublin III-Verfahren (Liga der Wohlfahrtsverbände) und eine Schulung zum Ausländer- und Flüchtlingsrecht (ZIB) statt.

Beim China-Abend am Mittwoch, 23. September, 18 Uhr, im Rathausfestsaal präsentiert die Deutsch-Chinesische Gesellschaft den Fachvortrag "Die Neue Seidenstraße - Chinas Konzept einer Weltordnung".

Das Interkulturelle Fest "Querbeet" am Donnerstag, 24. September, 19 Uhr, im Bürgerzentrum Brebach soll ein Ort der Begegnung werden, an dem der Genuss nicht zu kurz kommt: ein Abend mit Live-Musik und Lammbraten.

Für diese Veranstaltung ist eine Anmeldung per E-Mail an bzb@quarternet.de oder telefonisch über (06 81) 8 77 64 erforderlich.

Die Stadtbibliothek und das ZIB laden am Dienstag, 29. September, 19.30 Uhr, zu einer Lesung mit Hasnain Kazim ein. Als Spiegelkorrespondent ist er nach Pakistan gezogen und hat dort ein höchst widersprüchliches Land erlebt. Das teilte die Stadt mit.

Kontakt: Landeshauptstadt Saarbrücken, Zuwanderungs- und Integrationsbüro, Veronika Kabis und Christine Mhamdi, Tel. (06 81) 9 05 15 88,

zib@saarbruecken.de.

saarbruecken.de/ikw

Der Verein Ramesch - Forum für Interkulturelle Begegnung lädt am Donnerstag, 24. September, um 18.30 Uhr zu einem Erzählcafé zum Thema "Von Flucht und Vertreibung erzählen ..." ein. Die Veranstaltung wird im U2 Raum (2. OG), Ufergasse 2 durchgeführt.

Flucht und Vertreibung mit ihren Auswirkungen sind auch heute wieder sehr aktuell. Zur Sensibilisierung der Gesellschaft für diese Thematik können Zeitzeugen aus ihren persönlichen Erfahrungen einen wesentlichen Beitrag leisten und uns so den Blick öffnen für die gegenwärtige Flüchtlingsproblematik.

Ursula Kimoto, Stellvertretende Präsidentin von Ramesch , Diplom-Sozialpädagogin und Sozialarbeiterin, Lehrerin im Ruhestand wird als Zeitzeugin von ihren Erlebnissen als Kind berichten, wie sie mit ihrer Familie im Rahmen der Evakuierungsmaßnahmen das Saarland verlassen musste.

Anton Holweck Junior, Bäcker, war Sozialdemokrat und aktiver Gegner der Faschisten im Nationalsozialismus. Sein Einsatz brachte ihm massive Drohungen der Nazis ein, um ihn "fertig zu machen". Holweck wird im Erzählcafé von der Fluchterfahrung seiner Familie berichten und davon, wie sie damals in Frankreich Schutz fanden.

In diesem Erzählcafé werden auch Migrantinnen und Migranten von ihrem alltäglichen Leben hier in Deutschland berichten, von ihren Biografien und ihren individuellen Fluchtwegen. Das teilte Ramesch mit. ramesch.de