Unverpackt-Laden : Ein ganz kleiner Schritt zur Rettung der Welt

Der erste Unverpackt-Laden des Saarlandes hat am Wochenende in St. Johann aufgemacht. Wir hörten uns bei den Kunden um.

Der Andrang war groß, und viele hatten auch schon ihre eigenen Gefäße dabei, um sich Müsli, Kaffee, Bohnen und mehr abzufüllen. Kein Plastikmüll, keine unnötigen Verpackungen und Mengen, die man auch wirklich verbraucht: Das ist das Konzept der Unverpackt-Läden. Am Samstag hat der erste saarländische Laden in der Saarbrücker Bruchwiesenstraße eröffnet. Und die Resonanz war durchweg positiv.

Jeanne Dillschneider, 21: Ich find's sehr gut, dass sich ein Geschäft hier ansiedelt, wo man auf Nachhaltigkeit Wert legt, weil man gar nicht realisiert, wie viel Müll man produziert, wenn man nur einmal einkaufen geht. Und gerade wenn man als Studentin für sich alleine einkaufen soll, hat man nie die richtigen Portionen, und es bleibt immer ganz viel übrig. Deswegen denk' ich, das ist eine gute Möglichkeit, etwas für die Umwelt zu tun. Und auch für den eigenen Geldbeutel.

Saarbrücker Unverpackt-Laden hat am Wochenende eröffnet

Manfred Barthen, 55: Ich find' das mit dem Unverpackt sehr gut. Die unnötigen Verpackungen fallen weg. Und es gibt hier eine erstaunliche Auswahl an Waren, da bin ich echt erstaunt. Weil ich selbst Hobbykoch bin und für verschiedene Sachen groß rumfahren muss, werde ich die in Zukunft einfach hier holen.

Barbara Meyer-Gluche, 33: Ich bin erst mal total froh, dass wir jetzt in Saarbrücken auch einen Unverpackt-Laden haben. Andere Städte hatten das schon, aber das hat in Saarbrücken echt noch gefehlt. Ich glaube, das Thema Verpackung und Plastik ist eine der größten Herausforderungen, die wir momentan haben. Die Vermüllung der Meere durch Plastik ist, glaube ich, etwas, was uns neben dem Klimawandel momentan am meisten beschäftigen muss, wenn es darum geht für die künftigen Generationen die Zukunft zu sichern. Deshalb ist es auch gut, dass so ein Laden aufmacht und auf die Thematik hinweist. Es ist bestimmt nicht die Rettung der Welt, aber es ist ein ganz, ganz kleiner Schritt dahin, und darum geht es. Wenn wir alle kleine Schritte machen, können wir am Schluss etwas verändern.

Ronald Maltha, 52: Mich hat immer gestört, dass fast alle Dinge verpackt sind, zum Beispiel auch Bananen in Plastik. Ich glaube etwas Unsinnigeres gibt es nicht, als solche Früchte noch mal zu verpacken. Dieser Laden steht für Nachhaltigkeit. Der steht für Klimaschutz, der steht für regionale Produkte, das ist genau das, was uns im Endeffekt die Erde so erhält, wie wir sie kennen. Für mich ist schon wichtig , dass die nächste und übernächste Generation noch in einer Welt leben können, die nicht voll mit Plastikmüll ist. Ich freue mich, dass Saarbrücken ein solches Geschäft hat. Ich selbst komme aus Rheinland-Pfalz, dort haben wir nur in Mainz einen Laden.

Simone Peter, 51: Es ist wichtig, dass es Initiativen gibt, die auf Verpackungen verzichten, die auf Plastik verzichten und die deutlich machen: Jeder kann ein Gefäß mitbringen, hier seine Lebensmittel abzapfen und mit einem guten Gewissen nach Hause gehen.

David Ziegler, 27: Ich finde die Idee eines Unverpackt-Ladens super. Weil sonst, wenn man vom Supermarkt nach Hause kommt und alles auspackt, hat man erst mal so ein Berg Plastikmüll. Das ist ja nicht notwendig. Deswegen bin ich heute hier mit meiner Tupperdose, um Müsli zu kaufen.

Birgit Klöber, 51: Für mich ist es wichtig, dass man die Umwelt schont und weniger Plastik verbraucht. Das ist extrem, es wird immer schlimmer, und es wird die nächsten Jahre noch schlimmer, als es jetzt schon ist. Es tut ja keiner was. Deshalb finde ich es wichtig, dass Läden wie Unverpackt entstehen, um den Verbrauchern die Möglichkeit zu geben, Plastik zu sparen und ein bisschen was für die Umwelt zu tun. Nur ein kleines Stückchen die Welt verändern.