Die Angst vor Einbrechern ist groß

Verbrechen, die das Sicherheitsgefühl erschüttern, passieren fast alle zuhause oder im heimischen Wohnviertel. Doch die Bürger können sich schützen. Die St. Johanner Kontaktpolizisten zeigen an der Mobilen Wache sowie auf Streife, was gegen Kriminelle hilft. Und sie stehen deren Opfern zur Seite.

Schubladen hängen aus den Schränken. Papiere liegen wie verwehtes Laub herum. Schmuckstücke, geliebte Erinnerungen, sind weg. Die Angst, Opfer eines Einbruchs zu werden, oder der Horror, wenn einem so etwas widerfahren ist, trieb die meisten Menschen in den vergangenen Wochen zur Mobilen Wache der St. Johanner Kontaktpolizisten (Kops).

Schon vorm letzten Termin der Beratungstour 2014, diesmal auf dem Eschberg, hatten rund 130 St. Johanner sich in dieser Saison an die Wache gewandt, die zum Bürger kommt. Sie stand vor dem Einkaufszentrum Am Homburg, auf dem Brandenburger Platz und war auf dem Rotenbühl an der Kaiserslauterer Straße aufgebaut.

Es wird die Mobile Wache im nächsten Jahr wieder geben, wie Polizeioberkommissar Helmut Berg, einer der St. Johanner Kops, sagte. "Die Planungen für 2015 beginnen wir schon nach dem letzten Termin." Mobile Wache, das ist für Berg und seine Kollegen mehr als die paar Sachen, die sie aufbauen, um Präsenz zu zeigen. Dort, wo Menschen wohnen und wo Kriminalität die tiefsten Spuren hinterlässt. "Die große Mehrheit der Straftaten, die das Sicherheitsgefühl massiv mindern, passiert eben in den Wohngebieten. Sie glauben gar nicht, wie schlimm die Situation der Betroffenen ist. Deshalb bleibt zum Beispiel das Interesse an technischen Sicherungsmöglichkeiten gegen Einbrüche groß."

Wer zur Mobilen Wache kam, machte den ersten Schritt hin zu mehr Sicherheit. Es folgte die produktneutrale Beratung in den Häusern und Wohnungen. Bei 40 solcher Beratungsgesprächen hat ein Experte der Inspektion St. Johann in diesem Jahr schon gezeigt, wie Türen und Fenster sich gegen Einbrecher wappnen lassen.

Eine Botschaft bekam auch in dieser Mobile-Wache-Saison jeder mit, den die Angst vor Eindringlingen umtreibt. Berg: "Man kann sich durchaus gegen Einbrecher schützen. Die meisten Täter geben auf, wenn sie nach drei Minuten nicht reinkommen." Mindestens genauso wichtig wie Technik ist der Bürger , der hinschaut und Alarm schlägt. "Wir sind Partner. Der Schutz vor Kriminellen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe", sagt Kontaktpolizist Berg.

Deshalb waren wieder Ehrenamtliche mit Idealismus und Sachverstand bei der Mobilen Wache an der Seite der Beamten: die Seniorensicherheitsberater, auch sie gefragte Gesprächspartner. Kein Wunder, denn die Polizei hat sie ja ausgebildet, um Bürger vor miesen Maschen zu warnen.

Helmut Berg und seine Kollegen sind - unabhängig von der Mobilen Wache - das ganze Jahr über bei ihren Fußstreifen in St. Johann ansprechbar. "Wir sind draußen. Wir sind da."

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Auf einen BlickDie Kontaktpolizei in St. Johann ist montags bis freitags von 7 bis 20 Uhr erreichbar unter Telefon (06 81) 9 32 16 66. Ist das Team außer Haus, rufen die Beamten zurück. In dringenden Fällen hilft die Wache unter Telefon (06 81) 9 32 12 33.Wer nicht in St. Johann wohnt, bekommt Ratschläge zum Schutz vor Straftätern auch von der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle des Landeskriminalamtes, Tel. (06 81) 9 62 35 35, Fax (06 81) 9 62 37 65, Mail-Adresse: LPP246@polizei.slpol.de. ole