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Bruch Brauereifest
Am Sonntag wird in der Brauerei gefeiert

Thomas und Lukas Bruch. Foto: Oliver Dietze
Thomas und Lukas Bruch. Foto: Oliver Dietze FOTO: Oliver Dietze
An diesem Sonntag, 13. August, feiert die Brauerei Bruch ab zehn Uhr ihr traditionelles Brauereifest in der Scheidter Straße. Von Martin Rolshausen

Vor vier Monaten haben Thomas und Lukas Bruch ihr Saarbrücker Helles vorgestellt. An diesem Sonntag wird das neue Bier aus der ältesten noch arbeitenden Brauerei im Saarland erstmals bei einem Brauereifest ausgeschenkt.



Ein neues Bier? Ein „Retro-Bier“ sei es, sagte Thomas Bruch Ende April. Ein Bier, das für viele Menschen im Saarland einmal der Inbegriff von Bier war – bevor es vom Pils abgelöst wurde: Helles, je nach Region auch Export oder Lager genannt.

Schwieriger Pils-Markt

Der Markt für Pils ist schwierig geworden. Die großen Marken, die man aus dem Fernsehen kennt, liefern sich in den Supermärkten Preiskämpfe. Da können die mittelständischen und kleineren Familienbrauereien nicht mithalten, ohne sich zu ruinieren. In der Bruchbrauerei hat man das früh erkannt. Seit Jahrzehnten setzt Bruch nicht nur auf Pils, sondern hat sich mit Zwickel, Landbier, Wadgasser Klosterbräu und Nauwieser Drittel, einem Ale mit rotem Malz, einen Namen gemacht. Dieses Sortiment wird nun um ein Helles erweitert.

Auch die Homburger Brauerei, die lange vor allem auf ihr Ur-Pils setzte, hat inzwischen ihr „Karlsberg Helles“ auf den Markt gebracht.

Anfang des Jahres haben in Saarbrücken Brauereichef Thomas Bruch, sein Sohn Lukas und Braumeister Sebastian Kleint damit begonnen, das Bier zu entwickeln. Wobei das „Saarbrücker Hell“ gar nicht so hell wie gewöhnliches Lagerbier ist. Das Bier ist leicht bernsteinfarben, schmeckt im Nachtrunk auch etwas karamellig – also so, wie „ein sehr süffiges Bier“ schmecken soll, sagt Thomas Bruch. Das Bier hat 4,8 Prozent Volumenprozent Alkohol, also etwa so viel wie Pils. Die Bruch-Brauerei wolle mit ihrem neuen Hellen sowohl einen „süffigen Durstlöscher“ anbieten, erklärt Thomas Bruch, als auch „ambitionierte Biertrinker“, denen die Vielfalt der Biere wichtig ist, ansprechen.

Retro-Produkt

Und weil es sich bei dem Bier um ein Retro-Produkt handele, habe man sich auch ganz bewusst für ein Etikett entschieden, das etwas antiquiert wirkt. Als Wappen ziert dieses Etikett der Alt-Saarbrücker Löwe mit einer St. Johanner Rose am Schwanz und einem Bruchbierglas in der Klaue. Ein Symbol, das ebenfalls nicht neu ist und seinen Platz in der Geschichte der ältesten noch existierenden saarländischen Brauerei hat.

Musik und Hausmannskost

Außer Bier gibt es im Laufe des Tages noch Hausmannskost und viel Musik - unter anderem mit Skaver um 16.30 und mit Dynamic Lounge am Abend.