Ausstellung : Kunstwerke auf Kacheln erzählen von einer besseren Welt

Bunte Kacheln, welche die globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen ausdrucksstark spiegeln, sind im Lesecafé der Saarbrücker Stadtbibliothek zu bewundern. Grundschüler aus Scheidt sowie Jugendliche vom Sozialpflegerischen Berufsbildungszentrum Saarbrücken gestalteten die Kunstwerke.

Die „Malbar“ aus dem Nauwieser Viertel half ihnen dabei. Auf den Weg gebracht hat diese Zusammenarbeit Silja Weissmüller vom Verein Saaris.

Bevor es ans Malen ging, setzten sich die jungen Leute damit auseinander, was Nachhaltigkeit eigentlich bedeutet. Sie überlegten mit Vertretern des Netzwerkes Entwicklungspolitik Saar, was jeder Einzelne im täglichen Leben tun kann, damit das Leben auf unserm Globus für alle besser werden kann. Und die Schüler dachten darüber nach, wie sich Armut in all ihren Formen beenden lässt.

Darüber hinaus diskutierten sie, was gegen Hunger und für eine nachhaltige Landwirtschaft zu tun ist. Die Schüler fragten sich auch, wie allen Menschen ein gesundes Leben in jedem Alter gewährleistet werden könnte. Ein weiterer Punkt auf der Agenda war die Gleichberechtigung. Alle Frauen und Mädchen sollten selbstbestimmt leben können.

Welche Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels ergriffen werden müssen wurde ebenso besprochen wie Maßnahmen zum Schutz der Meere. Außerdem ging es um den Aufbau einer widerstandsfähigen Infrastruktur und darum, die Ungleichheit in und zwischen Ländern zu verringern.

Thomas Brück, der Dezernent für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Umwelt der Landeshauptstadt Saarbrücken, begrüßte zur Ausstellungseröffnung nicht nur Einheimische. Unter den Gästen waren auch weit gereiste wie Walter Guzmán aus Nicaragua. Er macht sich im Ökomuseum in Diriamba für Umweltbildung stark. Die Kaffeeproduzenten Elisabeth und José Pérez aus Honduras setzen sich in der Fairtrade-Kooperative Comsa für die Umweltbildung ein.

Brück hatte auch die angenehme Aufgabe, das leckere Frühstücksbüfett zu eröffnen, das die Fair-Trade-Initiative Saarbrücken für die Gäste aufgebaut hatte.

Die ausgestellten Kacheln können bis zum Samstag, 17. November, im Lesesaal der Saarbrücker Stadtbibliothek am Gustav-Regler-Platz angeschaut werden.