36 400 Euro für Familienprojekt „Spielen zu Hause“

"Meine Tochter freut sich jedes Mal, wenn die Spielbegleiterin kommt. Dann geht es anderthalb Stunden nur um sie. Eine Zeit ganz ohne Telefonate und Hausarbeit", sagt Julia, Mutter der anderthalbjährigen Maya.

Beide machen mit bei "Spielen zu Hause". Das Angebot des SOS-Kinderdorfs Saarbrücken gehört zum Förderprogramm "Frühe Hilfen des Saarlandes". Deshalb gibt es dafür auch Geld vom Land. Einen Scheck über 36 400 Euro brachte am Dienstag Staatssekretär Stephan Kolling aus dem Sozialministerium mit.

Das Ministerium und das SOS-Kinderdorf stellten gemeinsam die Ziele von "Spielen zu Hause" vor. Es ist ein Angebot für Familien, mit Kindern bis zu drei Jahren, etwas für das Selbstbewusstsein zu tun, die Welt zu erkunden, Kontakte zu knüpfen. Kinder und Eltern verbringen bewusst Zeit miteinander, entwickeln Spielideen und haben gemeinsam Spaß. Das soll die Entwicklung der Kinder fördern und Eltern zeigen, wie sich ihr Nachwuchs entwickelt und was er braucht. Außerdem erfahren die jungen Familien sozusagen nebenbei, welche Hilfen es im Saarland für sie gibt.

Der Zuschuss, den das Land für "SOS - Spielen zu Hause" zahlt, dient unter anderem der Forschung. Er hilft, künftige erzieherische Fachkräfte von Fachschulen und Fachhochschulen der pädagogisch-sozialen Arbeit im Saarland zu gewinnen und zu qualifizieren. "Spielen zu Hause" macht nicht nur Spaß. Damit haben Familien, die ihr Kind zuhause betreuen wollen, die Möglichkeit, sich rechtzeitig in den eigenen vier Wänden Rat und Hilfe zu holen.

sos-kinderdorf.de

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