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Müll im Almet ärgert Saarbrücker

St Arnual. Abseits der Diskussion um neue Gewerbeflächen bleiben ältere Probleme rund um das Almet für viele Saarbrücker weiterhin ein Ärgernis. Hierzu zählen rasende Autofahrer und zugemüllte Containerplätze. Andreas Lang

Bei der aktuellen Diskussion darum, einen Teil des St. Arnualer Almets zum Gewerbegebiet zu machen, treten ältere Probleme des Almets etwas in den Hintergrund. Nicht für SZ-Leser-Reporterin Carmen Weidig, die gleich mehrere Probleme des Gebietes aufgreift. Da geht es um rasende Pendler. Mülleimer, die nicht krähensicher sind. Und zugemüllte Containerplätze. Probleme, die Nutzer und Anwohner schon über Jahrzehnte beschäftigen.


Was das Verkehrsproblem angeht, schon mehr als ein Vierteljahrhundert, wie Saarbrückens Pressesprecher Thomas Blug mit den Vorwürfen konfrontiert antwortet: "Bereits Ende 1990 wurde zur nachhaltigen Verhinderung des Durchgangsverkehrs eine Schranke auf Höhe des Erbeldinger Hofs verkehrsrechtlich angeordnet." Diese Schranke hätte mit einem entsprechenden Schließsystem ausgestattet werden müssen, da es in diesem Gebiet eine Vielzahl von berechtigten Personen gebe. Die Schranke sie bei vielen Mitmenschen nicht auf Gegenliebe gestoßen und mehrmals so zerstört worden, so dass sie habe erneuert werden müssen, so Blug. Früh sei klar gewesen, dass die Relation zwischen Aufwand und Nutzen nicht mehr bestehe.

Auch Überlegungen, das Gebiet gänzlich vom Verkehr zu beruhigen, indem man die Durchfahrt dauerhaft unterbindet, seien am Einwand der Anlieger gescheitert. Oberbürgermeisterin Charlotte Britz selbst empfinde die Verkehrssituation im Almet als sehr problematisch. Blug: "Sie hatte daher im Juni im Rahmen einer Bürgerversammlung auch angekündigt, das Thema Verkehr im Almet nochmals ganzheitlich anzugehen." Die Grünanlage um den Tabaksweiher werde von städtischen Mitarbeitern regelmäßig gepflegt und zeige sich in einem guten Zustand, so Blug zum nächsten Thema. Am Weiher laufe zurzeit eine Maßnahme des Zentrums für Bildung und Beruf Saar mit Pflege- und Reparaturarbeiten. "Das Krähenproblem ist bekannt und besteht nicht nur im Almet", sagt Blug: "Wir tauschen seit geraumer Zeit nach und nach Müllkörbe gegen krähensichere Modelle.

Der Containerplatz habe in der Tat schon mehrmals verheerend ausgesehen. Blug: "Unser ZKE reinigt dort regelmäßig. Wie in allen Grünbereichen, die durch fehlende Bebauung einer weniger starken sozialen Kontrolle unterliegen, kommt es auch im Almet immer wieder zu Verschmutzungen." Diese würden durch Menschen verursacht werden, die ihre Umwelt weniger liebevoll behandeln als die Mehrzahl der Saarbrücker. "Illegaler Müll ist ein Problem, mit dem unsere Mitarbeiter aber nicht nur im Almet zu kämpfen haben. Es ist ein Problem, mit dem viele Städte zu kämpfen haben", sagt Blug.