Feuerwehr-Testfahrt : Drehleiter im Nadelöhr

Bürger in der Hindenburgstraße befürchteten wegen der vielen geparkten Autos, dass Rettungsfahrzeuge nicht durchkommen.

Die Berufsfeuerwehr machte gestern in der St. Arnualer Hindenburgstraße mehrere Fahrtests mit der Drehleiter und kam überall gut durch. Auch wenn es hier und da etwas eng wurde. Der vom Ordnungsamt festgesetzte Test war eine Reaktion auf mehrere Beschwerden. Bürger hatten sich mit der Befürchtung an die Stadt gewandt, die Straßen seien so zugeparkt, dass es für die Rettungskräfte oft kein Durchkommen gibt. Der Test gestern ergab keinen dringenden Handlungsbedarf für das Ordnungsamt. Das bestätigte der Leiter der Straßenverkehrsstelle, Gerhard Dahm. Natürlich könnten einzelne Falschparker die Durchfahrt auch mal blockieren, was aber keine generell neue Verkehrsregelung erfordere. Der Test habe ergeben, dass die Halteverbotsregeln ausreichen. Achim Blank von der Berufsfeuerwehr: „Wir haben enge Straßen in allen Altstadtbezirken. Überall, wo alte Häuser stehen, sind die Straßen schmal. Dass wir eine Einsatzstelle gar nicht erreichen, haben wir noch nie gehabt“, sagt er. Dass man einen Falschparker mit Manneskraft auf die Seite hieven muss, das habe es schon gegeben. Aber auch das sei selten. Die Feuerwehr wisse mit der Verkehrssituation in der Stadt gut umzugehen.

Trotzdem sollten Schilder, die auf Rettungswege hinweisen, nicht ignoriert werden. Zeitverlust allein könne bei einem Feuerwehreinsatz Menschen gefährden. Sein Kollege Paul Hahn, der für den Vorbeugenden Brandschutz bei der Berufsfeuerwehr zuständig ist, erklärte, dass man gerade beim Drehleiterwagen nicht nur die reine Durchfahrtsbreite benötige, sondern genug Platz für die Stützen, wenn es in der Engstelle brennt. „Wir können die Stützen nicht voll ausfahren, wenn beidseits Autos stehen. Wir fahren dann die eine Stütze in eine Wagenlücke aus und die andere nur ein wenig. Die Leiter lässt sich dann aber nicht mehr ganz ausfahren.“