Samurai und Anime im Saarbrücker Filmhaus

Japanische Filmtage : Samurai und Anime im Saarbrücker Filmhaus

Am Donnerstag beginnen die japanischen Filmtage. Auftakt mit einem Stummfilm, live am Cembalo begleitet.

(red) Zum sechsten Mal präsentiert das Filmhaus von Donnerstag bis Sonntag, 23. bis 26. Mai, ein kleines Festival japanischer Filmkunst. Zur Eröffnung der Japanischen Filmtage am Donnerstag um 20.30 Uhr zeigt das Filmhaus den Stummfilm Rônin-Gai (Samurai Town) von 1928/29. Eri Takeguchi begleitet den Film mit dem Cembalo. Erstmals findet die Veranstaltung in Kooperation mit Tamis, den Tagen alter Musik im Saarland, statt. Die Einführung übernimmt Hideki Yamaguchi von der Universität des Saarlandes. Danach laden das Filmhaus und die Deutsch-Japanische Gesellschaft in Saarbrücken zu einem Umtrunk ein.

In den folgenden Festivla-Tagen steht ein breites Spektrum der japanischen Filmkunst auf dem Programm, von Stummfilm, Spielfilm, Anime bis Kriminalfilm. Am Freitagabend steht der 2017 produzierte Spielfilm Namae (Die Namen) auf dem Programm. Der Film porträtiert anhand der Geschichte eines ungleichen Paares die japanische Gesellschaft zwischen Leistungsdruck, Einsamkeit und Illusionen. Am Samstag folgt der Animationsfilm Yoru Wa Mijikashi Arukeyo Otome (The Night is Short, Walk on Girl) aus dem Jahr 2017. Das Anime zeichnet die absurde Reise einer jungen Studentin durch das Nachtleben Kyotos nach.

Altmeister Akira Kurosawa schließt die Filmtage am Sonntagabend ab. Nora-Inu (Ein streunender Hund) aus dem Jahr 1949 ist ein eher selten aufgeführter Kriminalfilm Kurosawas, der sich darin mit dem Zerfall der japanischen Traditionen und der Situation in den Nachkriegsjahren auseinandersetzt.

Die Filmtage finden in Zusammenarbeit mit der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Saarbrücken, dem Japan-Lektorat an der Universität des Saarlandes, dem Japanischen Kulturinstitut Köln, der Takasaki Cinémathèque in Japan und erstmals mit TAMIS, den Tagen alter Musik im Saarland statt.

Alle Filme werden im Original mit englischen oder deutschen Untertiteln gezeigt. Der Eintritt zum Eröffnungsabend ist frei.

Info und Reservierung: Filmhaus, Mainzer Straße 8, Tel. (0681) 39 92 97. 
www.filmhaus-saarbruecken.de

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