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Osthafen
Mit dem Rad barrierefrei die Saar entlang

Die Pontonbrücke am Osthafen hat bereits 2015 eine Lücke im Radwegenetz geschlossen. Nun soll weiter gebaut werden.
Die Pontonbrücke am Osthafen hat bereits 2015 eine Lücke im Radwegenetz geschlossen. Nun soll weiter gebaut werden. FOTO: SZ / Fabian Bosse
St. Johann. Die Saarbrücker Stadtverwaltung will eine Lücke im Saarland-Radweg schließen. Er gilt als wichtige Route für Rad-Touristen. Von Andreas Lang

Das könnte eine wirklich interessante Radtour werden: Auf dem geplanten Radweg entlang der Saar besondere Brücken zu erkunden. Wie die Brücke ohne Namen, die in der Verlängerung der St. Arnualer Straße „Am Gutenbrunnen“ über die Saar führt. Vierspurig ausgebaut mitten in die Natur der Daarler Wiesen auf der anderen Saarseite. Im Volksmund heißt sie „Soda-Brücke“. Den Namen hat die Saarbrücker Stadtverwaltung als Projektname übernommen.


Ihre Pläne hat die Verwaltung nun dem Bezirksrat Mitte vorgestellt. Maja Kothe vom Grünamt: „Die Stadt möchte langfristig den überregional bedeutenden Saarland-Radweg auf die in Flussrichtung rechte Saarseite verlegen, da dies für den touristischen Radverkehr im Stadtgebiet die attraktivere Streckenführung ist.“ Dafür sei es notwendig einige Lücken im Streckennetz auf dieser rechten Saarseite zu schließen, und zwar bei den St. Arnualer Wiesen.

2015 wurde der von der Innenstadt kommende Radweg über die neue Pontonbrücke und dann entlang des Motorbootclub-Geländes geführt und so die Verbindung zum Dammweg entlang des Naturschutzgebietes geschaffen. Kothe: „Jetzt soll der Anschluss bis zur Soda-Brücke mit einer maximalen Breite von drei Metern weitergeführt werden.“



Langfristig soll der Fuß- und Radweg bis zur sogenannten Peugeot-Brücke nach Güdingen führen. Heute kann die Soda-Brücke nur über eine steile Rampe und einen alten, gepflasterten Wegabschnitt auf einem flachen Streifen an der Böschung entlang der Saar erreicht werden. Bei nassem Boden sei dieser Bereich kaum passierbar, Fußgänger wichen in die Randbereiche aus und verbreiterten damit die Piste, sagt die Mitarbeiterin des Grünamts.

Eigentümer des Geländes, auf dem nun gebaut werden soll, sei das Wasser- und Schifffahrtsamt. Nach Vorgesprächen sei klar, dass das Amt zustimmt.

Wie bei den Arbeiten vor drei Jahren soll auch nun dafür gesorgt werden, dass die Wege barrierefrei sind. So soll die Rampe zum Steg des Polizeisportvereins „abgeflacht“ werden. Der anschließende Wegabschnitt besteht aus altem Pflaster. Um eine behindertengerechte Nutzung zu ermöglichen, ist geplant, entlang der Kaimauer einen zirka 1,2 Meter breiten Betonstreifen anzulegen.

Beim verbleibenden Pflasterstreifen werden fehlende Steine ersetzt. Der Kopf der Landzunge, ein reizvoller Aussichtspunkt saarabwärts, soll durch eine neue Wiesenfläche, eine klare Abgrenzung der Wendestelle zur Slipanlage, an der Boote ins Wasser gelassen werden, und zusätzlichen Bänken aufgewertet werden.

Für den Wegabschnitt entlang der Saar bis zur Rampe an der Soda-Brücke soll nach Möglichkeit die alte Baustraße aus der Zeit der Saarbegradigung mitgenutzt werden. Die Schwemmböden an der Böschung sollen abgetragen werden. Danach soll hier der neue drei Meter breite Weg entstehen. Auch hier sollen neue Bänke mit Aussicht auf die Saar aufgestellt werden. Die Rampe zur Soda-Brücke werde ebenfalls behindertengerecht neu gestaltet und erhält eine Schotterschicht, teilte das städtische Grünamt dem Bezirksrat Mitte mit.