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Saarland: Polizei löst Treffen von Corona-Leugnern in Saarbrücken auf

Trotz vorherigem Demo-Verbot : Polizei löst Ansammlung von Corona-Leugnern in Saarbrücken auf (mit Bildergalerie)

Auch ein von der Stadt Saarbrücken ausgesprochenes Demo-Verbot hielt mehrere Gegner der Corona-Maßnahmen nicht davon ab, ohne Masken und Abstand durch die Innenstadt zu ziehen.

Eine Demo gab es nicht – gelaufen wurde trotzdem. Auch eine von der Stadt Saarbrücken ausgesprochene Verbotsverfügung hielt nach Polizeiangaben rund 70 Personen nicht davon ab, sich im Bereich des Staden zu versammeln, um schließlich zumeist in Kleingruppen in Richtung Innenstadt zu laufen. Nur die wenigsten trugen dabei eine Mund-Nasen-Bedeckung oder hielten Abstand zueinander.

Als es im Bereich des St. Johanner Marktes wenig später wieder zu einer Ansammlung kam, musste die Polizei schließlich mit einem größeren Aufgebot einschreiten und auf die Einhaltung der Corona-Regeln hinweisen. In Folge dessen verließen mehrere Personen die Ansammlung durch die Seitenstraßen. Eine Gruppe von etwa 20 Personen – unter ihnen auch Vertreter der lokalen Reichsbürger- und Corona-Leugner-Szene – hielten sich jedoch weiterhin ohne Abstand oder Masken im Bereich des Brunnens am St. Johanner Markt auf und weigerten sich, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Die Polizei schirmte daraufhin die Gruppe ab und nahm von den anwesenden Personen die Personalien auf. Für die 20-köpfige Gruppe gab es daraufhin einen Platzverweis. Zudem droht ihnen nun eine Anzeige wegen Verstoßes gegen die geltende Corona-Rechtsverordnung.

 Rund 70 Personen versammelten sich trotz Demo-Verbot durch die Stadt Saarbrücken im Bereich des St. Johanner Marktes. Da keinerlei Abstände eingehalten oder Masken getragen wurden, musste die Polizei öffentlichkeitswirksam einschreiten. Im Zuge dessen kam es zu mehreren Platzverweisen und der Feststellung von Personalien.
Rund 70 Personen versammelten sich trotz Demo-Verbot durch die Stadt Saarbrücken im Bereich des St. Johanner Marktes. Da keinerlei Abstände eingehalten oder Masken getragen wurden, musste die Polizei öffentlichkeitswirksam einschreiten. Im Zuge dessen kam es zu mehreren Platzverweisen und der Feststellung von Personalien. Foto: Tom Peterson

Nur wenige Stunden zuvor versammelten sich nach Polizeiangaben rund 150 Personen am Grenzübergang Goldene Bremm, um vor allem gegen die Testpflicht für Grenzpendler zu protestieren. Durch die Demonstration kam es für kurze Zeit zu Behinderungen im Grenzverkehr.