Saarländisches Staatstheater und Opéra du Rhin kooperieren bei Kinderopern

Zusammenarbeit : Straßburg-Saarbrücken: Oper grenzenlos

Wenn am Sonntag die „Arabische Prinzessin“ am Saarländischen Staatstheater  Premiere feiert, ist das das Ergebnis einer Freundschaft und eines Radio-Interviews. Zum ersten Mal nämlich arbeiten hier die Opéra du Rhin in Straßburg und das hiesige Theater in einer echten Kooperation.

Und die entstand, weil der Saarbrücker Intendant Bodo Busse und die leider mittlerweile verstorbene Intendantin der Straßburger Oper, Eva Kleinitz, sich kannten - und der Saarländische Rundfunk ein folgenreiches Interview machte. Der befragte nämlich seinerzeit Kleinitz dazu, was von Busse zu halten sei, als dieser neu für Saarbrücken verpflichtet worden war. Und als Kleinitz begeistert meinte: „Da können wir ja mal was zusammen machen“, spielten sie dieses Zitat dem neuen Saarbrücker Intendanten vor, als sie den wiederum zum Interview hatten. Und Busse nahm Kleinitz beim Wort.

Es entstand eine echte Zusammenarbeit - und zwar im Bereich Kinderoper. „Die arabische Prinzessin“ ist nun das erste Ergebnis. Das Bühnenbild dafür entstand in unseren Werkstätten“, erläutert Ines Schäfer von der Pressestelle des Saarbrücker Theaters. „Die Kostüme schneiderten die Straßburger Kollegen“. Die Oper hatte im Frühjahr in Strasburg Premiere auf Französisch. Jetzt studiert Friederike Schulz, die auch in Straßburg bei der Produktion dabei war, in Saarbrücken mit den hiesigen Darstellern die deutsche Version ein.

Dabei wird „Die arabische Prinzessin“ nicht die letzte deutsch-französische Kinderoper bleiben. „Die Zusammenarbeit geht weiter“, sagt Schäfer. Im Frühjahr wird in Straßburg eine Kinderoper uraufgeführt, deren Namen man aber noch nicht nennen will.

Ein paar Monate später wird dann am Saarländischen Staatstheater in Saarbrücken die deutsche Erstaufführung sein. Es ist eben auch im Theater so: Echte Grenzüberschreitungen fangen fast immer als persönliche Geschichten an.

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