| 21:02 Uhr

Hilfe aus dem Saarland
Damit Kinder in Kenia eine Zukunft haben

Stefanie Braun zu Besuch in Kenia. Dort traf sie auf einen ihrer zahlreichen Schützlinge.
Stefanie Braun zu Besuch in Kenia. Dort traf sie auf einen ihrer zahlreichen Schützlinge.
Saarbrücken. Saarbrücker Paar unterstützt ein Schulprojekt in Afrika. Am 27. August reisen Stefanie und Detlef Braun auf eigene Kosten ins Land, um zu sehen, wie es vorangeht. Mittlerweile engagieren sich weitere Saarländer über Patenschaften. Von Matthias Zimmermann
Matthias Zimmermann

Tausende Kilometer von Saarbrücken entfernt steht eine Schule für mehrere 100 Kinder. Keine Rede wert – wenn, ja wenn dort alles so wäre wie bei uns. Ist es aber nicht. Wo sie büffeln, gehört es längst nicht zur Tagesordnung, zur Schule zu gehen. Ein von bitterer Armut geprägter Landstrich des ostafrikanischen Staates Kenia.


In dieses Land reisen am kommenden Montag, 27. August, Stefanie und Detlef Braun. Das Saarbrücker Paar macht sich seit einigen Jahren für ein Projekt stark, das den Aufbau der Harambee Garden School unterstützt. Dabei gehe es nicht nur um das Gebäude, berichtet die 54-Jährige. „Wir übernehmen Patenschaften für die Kinder.“ Sie und ihr Mann (58) unterstützten so drei Familien. Es fehle an allem, nicht nur an Bildung, sondern auch an regelmäßigen Mahlzeiten. Um den Menschen all das zu bieten, werben die Beiden engagiert um Weggefährten hier im Saarland. Pro Monat koste solch eine Patenschaft 13 Euro. Stefanie Braun: „Es gibt aber auch Menschen, die wollen solch eine Verpflichtung nicht eingehen.“ Für jene biete der Verein jetzt die Möglichkeit, die Arbeit mit monatlich fünf Euro zu fördern.

Anders bei Familie Braun: Sie wollen ganz genau wissen, wie es ihren Schützlingen in Kenia geht. Darum machen sie sich in wenigen Tagen auf den langen Weg. Mit dem Flieger ab Frankfurt zuerst nach Mombasa, nach der Hauptstadt Nairobi die zweitgrößte Millionenstadt. „Dann geht es mit Bus und Fähre weiter“, sagt Stefanie Braun. Sie geht davon aus, dass sie bis zu ihrem Ziel Mtongwe, wo die Schule steht, von Deutschland aus länger als zwölf Stunden unterwegs sein werden.



Ihr Engagement gehe indes nicht zu Lasten des Afrika-Projektes, versichert sie. „Wir zahlen die Reise aus eigener Tasche.“ 1500 Euro koste sie das. Mitte September wollen sie wieder zurück sein, um anschließend im Saarland von ihren Eindrücken zu berichten und neue Unterstützer für die Aufbauarbeit zu gewinnen. Damit Kinder in ihrer Heimat Kenia eine Zukunft haben.

Detlef Braun im Kreise kenianischer Schüler.
Detlef Braun im Kreise kenianischer Schüler.
Saarländer unterstützen Kinder, damit sie in Kenia zur Schule können.
Saarländer unterstützen Kinder, damit sie in Kenia zur Schule können.