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Saarbrücker Pfadfinder beim Bundeslager
Saarbrücker Pfadfinder beim Bundeslager

Die Saarländer beim Bundeslager in Wittenberg.
Die Saarländer beim Bundeslager in Wittenberg. FOTO: Evangelischen Kirchenkreise an der Saar
Saarbrücken/Wittenberg. „Wir hatten beim Aufbau mit niedrigen Temperaturen, mit Starkregen und heftigen Windböen  zu kämpfen“, erzählt Tilmann Müden. Zusammen  mit fünf  Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus dem Gau Saar hat der 23-Jährige die große Zeltkirche auf dem Bundeslager  des Verbandes christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP)  aufgebaut. Das zehnte Bundeslager fand vom 27. Juli bis 5. August auf einer Grünfläche am Rande der Lutherstadt Wittenberg statt.

„Wir hatten beim Aufbau mit niedrigen Temperaturen, mit Starkregen und heftigen Windböen  zu kämpfen“, erzählt Tilmann Müden. Zusammen  mit fünf  Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus dem Gau Saar hat der 23-Jährige die große Zeltkirche auf dem Bundeslager  des Verbandes christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP)  aufgebaut. Das zehnte Bundeslager fand vom 27. Juli bis 5. August auf einer Grünfläche am Rande der Lutherstadt Wittenberg statt.


Schon seit Monaten hatte Müden gemeinsam mit seinem Team den Bau geplant. Über 900 Meter Seil, acht bis zu zehn Meter lange  Baumstämme, 180 laufende Meter Dachlatten und nicht zuletzt zahlreiche unterschiedliche  Zeltbahnen waren nötig, um die aufwendige Konstruktion zu erstellen.  „Der sehr sandige Boden hier in Wittenberg hat zwar dafür gesorgt,  dass der Regen schnell versickert ist, dafür haben aber die Heringe nicht den besten Halt“,  berichtet der Pfadfinder aus dem Stamm „Römer“ vom Saarbrücker Eschberg. Insgesamt vier Tage wurden für den Aufbau benötigt. Vom Schneiden der Seile und Sägen der Hölzer bis hin zum Verbinden der vielen einzelnen Zeltbahnen seien viele Vorbereitungen zu treffen gewesen, um dann die Konstruktion letztlich aufrichten zu können, sagt Müden.

Trotz aller Widrigkeiten stand am Anreisetag der 4200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland und verschiedenen Partnerländern das sogenannte „Kaleidoskop“, wie die Zeltkirche direkt am Eingang des Lagers heißt.



Zu den rund 60 Saarländerinnen und Saarländer, die an der Organisation des Bundeslagers beteiligt sind, gehört auch der Saarbrücker Rechtsanwalt Peter Staab. Er kommt aus dem Stamm „Scheidterhaufen“ in Saarbrücken-Scheidt und ist Mitglied der vierköpfigen Lagerleitung.  Der 45-Jährige bringt schon eine Menge Erfahrung aus vielen anderen Veranstaltungen des VCP mit. Seit 2014 hat er das Treffen in Wittenberg gemeinsam mit den anderen Mitgliedern der Lagerleitung geplant.

Neben der Zeltkirche findet man auf dem  30 Hektar großen Gelände viele weitere Zeltkonstruktionen, in denen zahlreiche Workshops angeboten werden. Anlässlich des Reformationsjubiläums steht das Bundeslager unter dem Motto „Weitblick‑. In Wittenberg hat Martin Luther 1517 seine 95 Thesen zu einer Neuausrichtung der Kirche veröffentlicht. Und so gehen die Pfadfinderinnen und Pfadfinder inhaltlich der Frage nach, was jeder individuell oder alle gemeinsam als Gruppe gegen Missstände auf der Welt unternehmen kann.