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Saarbrücker Lions verleihen ihren Hilfepreis ohne Feier im Rathaus

Jubiläumsfeier auf Oktober verschoben : Hilfepreis der Saarbrücker Lions für soziale Projekte

Eigentlich war sie für diesen Dienstag, 29. April geplant: die Verleihung des „Hilfepreises“ der Saarbrücker Lions im Rathausfestsaal der Landeshauptstadt. Damit einher gehen sollte auch die Feier zum 10. Jubiläum des „Saarbrücker Adventskalenders“.

Die Preise wurden jetzt ohne Preisverleihung an die verschiedenen sozialen Projekte verkündet, die den Zuschlag bekommen haben, und die Jubiläumsfeier ist verschoben auf die Vorstellung des 11. Adventskalenders im Oktober.

Die Initiatoren des Hilfepreises, die Saarbrücker Lions und Leos, kümmern sich seit vielen Jahren um notleidende Menschen in ihrer unmittelbaren Umgebung. Der Hilfepreis hat sich aus dem „Saarbrücker Adventskalender“ entwickelt – durch den Verkauf des Kalenders kommt Geld für gute Zwecke zusammen. Vergeben wird der Preis von vier Lions Clubs – Saarbrücken, St.Johann, Halberg und Am Schloß – gemeinsam mit dem Leo Club, der Lions-Jugendorganisation.

„In den zehn Jahren Adventskalender konnten von dem Erlös der rund 65 000 verkauften Kalender 283 100 Euro für soziale Projekte gespendet werden“, heißt es in einer Mitteilung der Lions. In den erstmals 2012 ausgerichteten „Saarbrücker Lions Hilfepreis“ sind bislang 245 100 Euro geflossen – 34 000 Euro an die Hilfs­aktionen der Saarbrücker Zeitung und des Wochenspiegels, 211 100 Euro direkt an die 42 Preisträger des Saarbrücker Lions Hilfepreises. Profitiert haben, so die Lions, Kinder und Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund, Schüler von Brennpunktsschulen,  aber auch Senioren, behinderte und kranke Menschen.

In diesem Jahr haben sich 29 soziale Institutionen mit 34 Projekten um den „Saarbrücker Lions Hilfepreis“ beworben. Wegen der Vielzahl förderwürdiger Projekte wurden die Geldpreise gesplittet, die Gesamtsumme beträgt 31 000 Euro. 2000 Euro davon fließen an „Hilf mit“ der Saarbrücker Zeitung für unverschuldet in Not geratene Bürger und an die Hilfsaktion des Wochenspiegels. 27 000 Euro gehen, aufgeteilt in verschieden große Beträge, an zwölf soziale Projekte, etwa an den „Herzenswunsch-Krankenwagen“ des Malteser Hilfsdienstes – mit dem „Wünschewagen“ können Schwerstkranke zum Beispiel nochmals an Orte schöner Erinnerungen reisen.

Unterstützt wird auch die evangelische Kindertagesstätte Lutherhaus in Burbach bei der Renovierung eines Raumes und das Montessori Kinderhaus in der Moltkestraße in Alt-Saarbrücken bei der kindgerechten Umgestaltung des Außengeländes. Auch ein Koch- und Backangebot für Kinder in der Großtagespflegestelle im Saarbrücker Mühlenviertel wird gefördert, ebenso der Verein Nele, der Opfern von Sexualstraftaten hilft und der sich auch für Vorbeugemaßnahmen einsetzt; der Verein will mit dem Preisgeld die Aufführung des Präventions-Theaterstücks „Ganz schön blöd“ für Grundschulkinder finanzieren.

Gefördert werden zudem die Grundschule „Am Wallenbaum“, das Café Jedermann (Treffpunkt für Sucht- und Depressionserkrankte und deren Angehörige), die Gemeinschaftsschule im Rastbachtal für ihr die deutsche Sprache förderndes Theaterprojekt,  der Caritasverband für Saarbrücken und Umgebung, die Gemeinwesenarbeit Friedrichsthal „Nachbarschaftstreff“, das Projekt „Begegnungen Bruchwiese“, bei dem Jugendliche und junge Erwachsene in Kooperation mit „Young Caritas“ und der Jugendkirche Elija einen Sprechtag für Ältere Menschen anbieten wollen. Ebenfalls mit Preisgeldern bedacht werden der Schwimmverein Malstatt-Burbach für sein Projekt „Schwimmen verbindet“ und das Stadtteilbüro Malstatt für sein Projekt „Saarland – kleine Bildungsreise“.

Dieses Jahr wollen die Saarbrücker Lions und Leos ihre 11. Saarbrücker Adventskalenderaktion starten und den 9. Saarbrücker Lions Hilfepreis ausschreiben. Man kann sich für diesen Preis Anfang 2021 bewerben. Weitere Informationen dazu gibt es im Internet unter www.saarbruecker-adventskalender.de.