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Saarbrückens OB Uwe Conradt fordert, die Grenzen wieder zu öffnen

Abschottung in Corona-Zeiten : Conradt fordert weitere offene Grenzstellen

Saarbrücker Oberbürgermeister verweist auf die vielen Franzosen, die dringend gebraucht würden.

Nachdem der Grenzübergang zwischen Großrosseln und Petite-Rosselle in Frankreich geöffnet worden ist, fordert Saarbrückens Oberbürgermeister Uwe Conradt (CDU), dass die Sperrung noch weiterer Übergänge aufgehoben wird. „Das war ein wichtiger Schritt, der die Grenzpendler etwas entlastet und auch dem Warenverkehr wieder einen zusätzlichen Weg eröffnet“, erklärt der OB in einer Pressemitteilung der Landeshauptstadt. Viele der französischen Nachbarn seien im Saarland beschäftigt, zu einem großen Teil auch in systemrelevanten Bereichen. Allein am Klinikum Saarbrücken arbeiteten 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Frankreich, die dort einen herausragenden Einsatz leisteten. „Wir müssen ihnen die Fahrt über die Grenze erleichtern und dürfen ihnen die Wege nicht zusätzlich erschweren“, so das Stadtoberhaupt.

Uwe Conradt Foto: dpa/Oliver Dietze

Conradt hatte sich als Oberbürgermeister der Landeshauptstadt und als Präsident des grenzüberschreitenden Eurodistricts SaarMoselle unter anderem an die Bundeskanzlerin gewendet, um auf eine Öffnung der Grenzen zwischen dem Saarland und Frankreich hinzuwirken, und darauf verwiesen, dass die „Sinnhaftigkeit von Grenzsperren angesichts der in Frankreich längst herrschenden Ausgangssperre zu hinterfragen“ sei. Nach dem ersten kleinen Erfolg hofft der OB nun, dass weitere Grenzöffnungen folgen werden: „Die Grenzen zwischen Deutschland und Frankreich sollten offen sein – auch im Sinne unserer jahrzehntelang gelebten und gepflegten Freundschaft. Ich werde mich auch weiterhin für die Öffnung aller Grenzen einsetzen.“