| 21:03 Uhr

Stadtentwicklung
Saarbrückens größte Baustelle ist im Plan

Blick vom Gebäude in Richtung Kraftwerk Römerbrücke.
Blick vom Gebäude in Richtung Kraftwerk Römerbrücke.
Saarbrücken. Möbel Martin investiert am Osthafen 50 Millionen Euro. Rund 100 Arbeiter sind im Einsatz. Im Frühjahr soll eröffnet werden. Von Martin Rolshausen

Matthias Engel klopft auf eine Holzlatte, die ihn im vierten Stock davor bewahrt, in die Tife zu stürzen. „Bisher ist alles gut gelaufen“, sagt er. Engel blickt dabei auf Saarbrückens zurzeit größte Baustelle: Zwischen Osthafen und Römerkastell baut Möbel Martin gerade ein neues Einrichtungshaus. Etwa 100 Menschen arbeiten auf der Baustelle. Rund 50 Millionen investiert das Unternehmen. „Ein starkes Bekenntnis zum Standort Saarbrücken“ sei das, sagt Matthias Engel.
Engel ist Projektentwickler und -koordinator. Er weiß, dass nie alles genau nach Plan läuft. Aber trotz einiger unvorhergesehner Dinge sei man im Plan. Der viergeschössige, 24 Meter hohe Rohbau ist fertig, diese Woche beginnen die Arbeiten am Dach. Ende März oder Anfang April soll das Haus mit rund 30 000 Quadratmetern Verkaufsfläche fertig sein.


Auch Thomas Nieter hält diesen Zeitplan für realistisch. Der Architekt ist als Bauleiter unter anderem für die Koordination der bis zu 25 Firmen zuständig, die auf dem Gelände arbeiten. Und da gibt es einige Herausforderungen. Mal stößt man auf Felsen, wo man in vier Metern Tiefe keine erwartet hat. Mal liegen Erdmassen einige Tage länger im Weg rum, weil die Laborproben noch nicht zurück sind, die klären sollen, ob und wie das ausgebaggerte Erdreich womöglich durch vorherige Nutzung mit Schadstoffen belastet ist.

Und auch ein Schwertransport mit neun Sattelschleppern, die die Kühlanlagen brachten, sorgte für größere Logistikanstrengung. Die Anlagen, die das Gebäude mit Frischluft versorgen, sind so groß wie kleine Häuser. Nieter muss auch im Blick haben, dass die Römerkastell-Ausgrabungen, die nur wenige Meter neben der Baustelle liegen, nicht in Mitleidenschaft gezogen werden. Und die Brandschutzbestimmungen beschäftigen ihn. Die seien im Saarland besonders streng, sagt der Mann, der auch das Möbel-Martin-Haus in Mainz gebaut hat.



Blick auf die römischen Funde neben der Baustelle.
Blick auf die römischen Funde neben der Baustelle.
Blick aufs jetzige Martin-Möbelhaus und den Eschberg.
Blick aufs jetzige Martin-Möbelhaus und den Eschberg.
Thomas Nieter und Matthias Engel.
Thomas Nieter und Matthias Engel.
Zur Saarbahntrasse hin entstehen das Lager und die Anlieferungszone.
Zur Saarbahntrasse hin entstehen das Lager und die Anlieferungszone.
Die Kühlanlagen sind fast so groß wie kleine Häuser. Die Versorgungs- und Leitungsschächte im Gebäude sind viele Kilometer lang.
Die Kühlanlagen sind fast so groß wie kleine Häuser. Die Versorgungs- und Leitungsschächte im Gebäude sind viele Kilometer lang.
Hier wird ab Frühjahr die Eingangshalle des Möbelhauses sein.
Hier wird ab Frühjahr die Eingangshalle des Möbelhauses sein.
In der Nachbarschaft ist das Silo. Das Möbelhaus werde die kreative Nutzung dieses Areals nicht stören, sagt die Firma.
In der Nachbarschaft ist das Silo. Das Möbelhaus werde die kreative Nutzung dieses Areals nicht stören, sagt die Firma.