Zwischen Armut und kulturellem Reichtum

Anlässlich der Afrikanischen Filmtage präsentieren Regisseure und Schauspieler aus Marokko, Burkina Faso und Mauritius ihre Filme in Saarbrücken. Eröffnet wird das Festival mit einem ernüchternden Film über Mauritius.

Zum 14. Mal finden die Afrikanischen Filmtage im Saarbrücker Kino achteinhalb statt. Vom 7. bis zum 10. November lassen vier Spielfilme aus Marokko , Burkina Faso und Mauritius die Besucher neue Facetten des afrikanischen Kinos entdecken. Schauspieler und Regisseure werden auch anwesend sein, teilt der Veranstalter mit. Große Themen der neuen Spielfilme aus Afrika sind die gesellschaftspolitische Situation in den jeweiligen Produktionsländern und die historischen Beziehungen des afrikanischen Kontinents zu Europa. Die Filmtage sind nicht nur eine wichtige kulturelle Veranstaltung in Stadt und Region, sondern auch fester Bestandteil der Lehrveranstaltungen an der Romanistik der Saar-Uni sowie an der Hochschule der Bildenden Künste Saar.

Eröffnet werden die Filmtage am Freitag, 7. November, um 19 Uhr mit dem Spielfilm "Les enfants de Troumaron" von Harrikrisna und Sharvan Anenden. Der Film aus Mauritius zeigt eine ganz andere Seite des Urlaubsparadieses im Indischen Ozean und schildert den Kampf von vier Jugendlichen ums Überleben in einem Alltag, der von Arbeitslosigkeit, Armut und Gewalt geprägt ist. Am Samstag, 8. November, um 20 Uhr wird "Les chevaux de Dieu" von Nabil Ayouch gezeigt, eine Adaptation von Mahi Binebines Roman "Les étoiles de Sidi Moumen". In seinem Film geht der marokkanische Regisseur der Frage nach, welche Gründe neben Armut und gesellschaftlichem Ausschluss dazu führen, dass junge Menschen sich dem Terrorismus zuwenden.

Am Sonntag, 9. November, um 20 Uhr steht der Film "Soleils" von Dani Kouyaté und Olivier Delahaye auf dem Programm. Der Film, der gleichzeitig Road Movie und philosophische Erzählung ist, führt in einer wundersamen Reise vom 13. Jahrhundert bis heute durch Europa und Afrika und erzählt vom geschichtlichen und kulturellen Reichtum des afrikanischen Kontinents.

Die Afrikanischen Filmtage enden am Montag, 10. November, um 20 Uhr mit dem Film "C'est eux les chiens" des marokkanischen Regisseurs Hicham Lasri, der das aktuelle Thema des Arabischen Frühlings filmisch aufarbeitet.

Eintrittspreis: sechs Euro (ermäßigt fünf Euro).