Zweimal Haus und Heimat verlassen

Saarbrücken. Die Universität im britischen Essex hat herausgefunden, dass ein Gen über die Lebenszufriedenheit entscheidet. In der Essex-Studie heißt es: "Wer die Begabung besitzt, das Glas eher halbvoll als halbleer zu sehen, kommt leichter durchs Leben." Das meint auch die Saarbrücker Seniorin Edith Koebnick (Foto: al), die am Gründonnerstag ihren 103. Geburtstag feierte

Saarbrücken. Die Universität im britischen Essex hat herausgefunden, dass ein Gen über die Lebenszufriedenheit entscheidet. In der Essex-Studie heißt es: "Wer die Begabung besitzt, das Glas eher halbvoll als halbleer zu sehen, kommt leichter durchs Leben." Das meint auch die Saarbrücker Seniorin Edith Koebnick (Foto: al), die am Gründonnerstag ihren 103. Geburtstag feierte. Die Mutter des ehemaligen Saarbrücker Oberbürgermeisters Hans-Jürgen Koebnick hat Zeit ihres Lebens alle Zumutungen, die ihr aufgebürdet wurden, bewältigt. Und sie blickt heute, wie sie sagt, mit wachem Geist, zufrieden und dankbar zurück und erfreut sich am Leben ihrer Kinder, Enkel und Urenkel.

Edith Koebnick wurde am 9. April 1906 in Podgorz bei Thorn im heutigen Polen als zweites Kind eines Eisenbahnbeamten geboren.

Die beiden Weltkriege zwangen sie zweimal, Haus und Heimat zu verlassen und von vorn anzufangen. Immer wieder machte ihr das Schicksal alle Wünsche und Pläne zunichte, die sie für sich und ihre Lieben hatte, erzählt die 103-Jährige. Zuletzt traf sie das Schicksal, als 1969 ihr Mann starb. al