Zuschuss für die Rasensanierung

Eigentlich wollte die Verwaltung erst nach zehn Jahren Fußballvereinen einen Zuschuss zahlen, wenn diese ihren Kunstrasen erneuern müssen. Doch weil es auf manchen Plätzen viel früher Probleme mit dem Granulat gibt, ändert die Verwaltung die Richtlinie. Dem stimmte der Sportausschuss gestern zu. Anlass ist der Fall des SV Gersweiler, der 2009 einen Kunstrasenplatz bauen ließ. Das Granulat sei aber bereits 2015 so verklebt, dass es zu Beginn der Rückrunde 2015/16 ausgetauscht werden musste. Das Problem: Das Granulat reagierte mit den Kunstfasern, und es entstand ein Schaum, der die Fußballschuhstollen verklebt (die SZ berichtete). Die Stadt gibt für die Erneuerung von Kunstrasenplätzen in diesen Fällen einen Zuschuss von 40 Prozent der Kosten oder maximal 15 000 Euro. So steht es in der Vorlage der Verwaltung für den Sportausschuss. Im Falle Gersweilers habe die Firma einen Schadenersatz abgelehnt, teilte Sportdezernent Harald Schindel (Linke) auf SZ-Anfrage mit. Nun will die Verwaltung den Zuschuss zahlen, den Rest müsse der Verein selbst aufbringen. In ein bis zwei Jahren werde auch der Kunstrasenplatz in Brebach an der Reihe sein, erklärte Schindel. Dieser Platz sei bereits über zehn Jahre alt. Er sei aber mit Sand verfüllt und nicht mit Granulat. Nach seinen Angaben zahlt die Sportplanungskommission (SPK) des Landes einen Zuschuss von 75 000 Euro für neue Kunstrasenplätze, wenn ein sogenanntes EPDM-Granulat benutzt werde. Manche Vereine würden aus Kostengründen aber darauf verzichten, sagte Schindel. Die SPK habe auch einen Zuschuss für die Sanierung in Aussicht gestellt, der Verein wolle aber ein anderes Granulat verwenden.