Zum ersten Mal vollständig

An diesem Samstag empfängt der ATSV Saarbrücken in der 2. Bundesliga die TTF Frankenthal zum ersten Saisonheimspiel. Es ist zugleich die erste Partie, in der alle ATSV-Spielerinnen einsatzbereit sind.

Knapp sechs Wochen ist die Saison der 2. Tischtennis-Bundesliga Süd alt, wenn die Damen des ATSV Saarbrücken an diesem Samstag um 16 Uhr erstmals zu Hause antreten werden. Gegen die TTF Frankenthal wird die neue Mannschaft mit Mitsuki Yoshida, Sarah de Nutte, Theresa Adams, Tessy Gonderinger und Ann-Kathrin Herges im ATSV-Center auch zum ersten Mal komplett an die Platten gehen - also zu fünft. Erst kurz vor der Partie wird sich entscheiden, wer die Doppel und im Anschluss die Einzel spielt.

"Wir sind in dieser Saison wesentlich variabler in der Aufstellung", sagt Ann-Kathrin Herges. Und somit auch weniger berechenbar. Was sich zunächst nach Luxus anhört, hat einen einfachen Hintergrund. "Wir sind ja keine Profis", sagt Wolfgang Scholer, Tischtennis-Abteilungsleiter des ATSV, "es kommt immer wieder vor, dass eine Spielerin nicht spielen kann". So wie bei der ersten Begegnung, als Sarah De Nutte auf Grund eines Einsatzes mit der luxemburgischen Nationalmannschaft verhindert war, oder wie Theresa Adams beim letzten Auswärts-Doppelspieltag, als sie aus beruflichen Gründen nicht spielen konnte.

In der vergangenen Saison stand noch Claudia Brubach stets für einen Ausfall bereit. Dieses Jahr setzt sie wegen ihrer Babypause aus. Deshalb hat sich der ATSV - auch nach der kurzfristigen Absage von Anja Schuh - neben De Nutte auch noch die Japanerin Mitsuki Yoshida nach Saarbrücken geholt. Dass sie ein Glücksfall ist, hat sie spätestens beim BSC Rapid Chemnitz (6:4) gezeigt, als sie im vorderen Paarkreuz beide Spiele für ihre neue Mannschaft entschied. Ihre Qualitäten werden auch gegen Frankenthal gefragt sein. Die TTF stehen zwar auf dem vorletzten Platz der Südstaffel, haben sich aber mit der Chinesin Yüchun Zimmermann und der Bulgarin Yuliya Simeonova-Schaar verstärkt. "Wir stellen uns natürlich immer bestmöglich auf", sagt Herges. Am Samstag wohl auch mit Mitsuki Yoshida. "Sie kämpft und passt auch deshalb gut zu uns in die Mannschaft."

Sowohl in der Liga als auch in der Mannschaft scheint Mitsuki Yoshida angekommen. Wobei der Begriff "Mannschaft" beim Tabellenvierten ATSV Saarbrücken mehr als eine Phrase ist. "Normalerweisetreffen wir uns bei Heimspielen immer einen Tag vorher", erklärt Herges, "da wir aber alle woanders wohnen, ist das nicht immer möglich". Noch schwieriger wird es, wenn wie jetzt die Europameisterschaft dazwischen kommt: De Nutte und Gonderinger, die dort im Einsatz waren, stoßen erst kurzfristig wieder zur Mannschaft. So wird es diese Woche kein Abend, um sich auf die Partie einzustimmen - es wird stattdessen einen Ausklang nach dem Spiel geben. Nach dem ersten Spiel, das der ATSV Saarbrücken zu fünft bestreitet.

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