Zum Abschied noch mal ein Erfolgserlebnis?

Die A-Jugend-Fußballer der JSG Stadt Lebach haben ein großes Ziel. Beim internationalen Pfingstturnier des SV Aschbach wollen die Gastgeber auch am zweiten Turniertag noch dabei sein – dies wäre gleichbedeutend mit dem Sprung ins Halbfinale.

Teams aus drei Nationen nehmen ab diesem Sonntag am internationalen Pfingstturnier in Aschbach teil. Es ist schon die 37. Auflage der Veranstaltung - auf eine längere Tradition kann kaum eine Jugend-Veranstaltung im Saarland zurückblicken. Allerdings wird es für die Verantwortlichen immer schwerer, ein Teilnehmerfeld in dieser Altersklasse auf die Beine zu stellen. "Viele Jungs in diesem Alter haben an Pfingsten anderes im Kopf, als Fußball zu spielen", sagt Turnier-Mitorganisator Thorsten Klein. Deshalb gab es Überlegungen, statt des A-Jugend-Turniers eine Veranstaltung für jüngere Fußballer ins Leben zu rufen. Letztendlich entschied man sich aber dagegen. "Eine U19 bietet ,richtigen' Fußball. Wer sich mit 18 oder 19 für den Fußball entschieden hat, wird diesem auch treu bleiben. Zudem haben wir uns aber auch den Gründern des Pfingstturniers verpflichtet gefühlt", sagt Klein.

Im Teilnehmerfeld ist natürlich auch die A-Jugend der Gastgeber (JSG Stadt Lebach). Und deren Chancen, zumindest die Vorrunde zu überstehen, stehen gut. "Wir wollen auch montags noch spielen", sagt Trainer Paul Ziegler. Dies würde bedeuten, dass seine Mannschaft das Halbfinale erreicht hat. In der Vorrunde hat es die JSG mit dem rheinland-pfälzischen Verbandsligisten SC Hauenstein (12.50 Uhr) und Bezirksliga-Aufsteiger FC Hertha Wiesbach (18 Uhr) zu tun. Das Lebacher Team spielt in der Verbandsliga Saar. Dort schaffte der Aufsteiger in der aktuellen Runde den Klassenverbleib - dank eines starken Schlussspurts. In den letzten fünf Saison-Spielen holte die Ziegler-Elf drei Siege und zwei Unentschieden und kletterte damit über den Strich. Für Ziegler wird das Pfingstturnier sein letzter Auftritt als A-Jugend-Trainer sein. "Ich habe immer Mittagsschicht, daher konnte ich nicht weiter machen", sagt er. Und glaubt: "Ein bisschen Wehmut ist am Wochenende schon dabei. Schließlich hatten wir eine erfolgreiche Zeit." Unter anderem gewann sein Team 2013 die saarländische Hallenmeisterschaft. Sein Nachfolger wird Karim Barbar.

Die Gastgeber hoffen aufs Halbfinale, zu den absoluten Siegfavoriten zählt die Ziegler-Elf aber nicht. Die besten Chancen auf den Titel haben Regionalligist JFG Schaumberg-Prims als klassenhöchstes Team im Feld und Vorjahressieger 1. CfR Pforzheim. Insgesamt spielen am Sonntag ab 12 Uhr neun Teams. Das Finale ist am Montag um 16 Uhr.