Zeichen für mehr Toleranz und gesellschaftliche Vielfalt

Bis zum 28. März können Interessierte mehr als 30 Veranstaltungen besuchen, die sich mit Rassismus und Rechtsextremismus auseinandersetzen und ein Zeichen für mehr Toleranz und Respekt setzen wollen.

Die Organisatoren der sechsten "Internationalen Wochen gegen Rassismus" im Saarland wollen bis zum 28. März mit mehr als 30 Veranstaltungen für mehr Toleranz und gesellschaftliche Vielfalt werben. "Rassisten sprechen bestimmten Personen menschliche Eigenschaften ab, und solches Gedankengut hat bei uns an der Saar keinen Platz", betonte Sozialminister Andreas Storm (CDU) gestern bei der Eröffnung der Veranstaltungsreihe in Saarbrücken. Der Minister lobte das bunte Programm, das von der DGB-Jugend Saar, dem Jugendzentrum Försterstraße, dem Jugendbüro Schmelz und dem Café Exodus auf die Beine gestellt wurde. Mehr als 30 Jugendliche sind außerdem ehrenamtlich bei der Durchführung der Veranstaltungen beteiligt.

Neben zahlreichen Konzerten und Comedyveranstaltungen mit Oliver Polak und Özgür Cebe ist der Kurzfilmwettbewerb ein besonderes Highlight. Die Unterwanderung von Fußball-Fanclubs durch die rechte Szene und die Aneignung von linker Musik durch Rechtsradikale wird ebenfalls thematisiert. Besonders gespannt sind viele Jugendliche jetzt schon auf die Veranstaltungen mit dem Neonazi-Aussteiger Manuel Bauer, der an mehreren Terminen seine Lebensgeschichte erzählen und Neugierigen Rede und Antwort stehen wird. Bauer arbeitet mittlerweile mit der Organisation Exit zusammen, die Neonazis beim Ausstieg aus der rechten Szene hilft. "Es geht bei der Arbeit gegen den Rassismus nicht nur um das pure Informationsangebot, sondern darum, die Jugendlichen in ihrem Inneren zu berühren", sagte Regionalverbandsdirektor Peter Gillo (SPD).

"Wir profitieren von Zuwanderung nicht nur kulturell, sondern auch ökonomisch", sagte Sozialminister Storm abschließend. Veranstaltungsreihen wie die "Internationalen Wochen gegen Rassismus" seien deswegen unglaublich wichtig, da sie den gesellschaftlichen Zusammenhalt förderten und Präventionsarbeit leisteten.

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