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Zarte Farben und bewegte Formen von Dagmar Berger

Saarbrücken. qb

Hoch oben auf dem Sonnenberg, am Eingang der SHG-Kliniken nehmen 32 Acrylgemälde von Dagmar Berger den Besucher in Empfang. Sie geleiten ihn die Treppen hinauf bis in den vierten Stock und lassen ihn eintauchen in ihre Welt der Abstraktion. Vage deutet die diplomierte Modedesignerin Formen an, die mitunter an zarte Naturgestalten denken lassen, etwa an Licht-Eruptionen oder an Landschaften.

Vielfach bleiben sie aber auch im abstrakten Formenbereich, werden kontrastreich ausgestaltet und lassen eher wenige Assoziationen zu bekannten Realitäten zu. Denn vieles scheint sich in der Betrachtung erst auszuformen und zu verändern. Von einer statischen Bildgestalt sind die Werke weit entfernt. Auf den bisweilen profilierten Untergründen ist der experimentelle Malprozess mit Spachtel und vielen Farbschichten noch ablesbar und verleiht ihnen Impression von bewegter Spontaneität, die veränderlichen Prozessen innezuwohnen pflegt. Schade nur, dass die in ihrem Format doch relativ kleinen Werke im riesigen Treppenhaus fast untergehen und mit den bisweilen zarten Farben allzu leicht übersehen werden.

Im Sturm der Zeit. Werke von Dagmar Berger. Bis Herbst 2015. SHG-Kliniken Sonnenberg , Sonnenbergstraße 10.