Zahl der Drogentoten im Saarland auf Höchststand

19 Menschen sind 2015 im Saarland an den Folgen von Drogenkonsum gestorben. Das ist der höchste Stand seit 2009 und ein starker Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren: 2014 gab es acht Drogentote, im Jahr davor waren es zwölf. Eine richtige Erklärung für den Anstieg hat die Polizei nicht. Es sei jedenfalls kein verunreinigter Stoff im Umlauf, der für die Todesfälle verantwortlich wäre, teilte das Landespolizeipräsidium auf SZ-Anfrage mit. Unter den 19 Todesfällen befanden sich demnach aber mehrere Suizide, was in den Jahren zuvor nicht so ausgeprägt der Fall gewesen sei. Dem saarländischen Drogenbeauftragten und Sozialstaatssekretär Stephan Kolling (CDU ) zufolge sind weder neue Substanzen im Umlauf, noch habe sich das Konsumverhalten der Drogensüchtigen verändert. Es lägen keinerlei Erkenntnisse für den Anstieg der Todesfälle im vergangenen Jahr vor. Auch saarländische Einrichtungen wie das Drogenhilfezentrum Saarbrücken , die im Bereich der Suchthilfe tätig sind und direkt mit Drogenabhängigen zu tun haben, haben nichts bemerkt, das den Anstieg erklären würde. Die Zahl der Todesfälle müsse differenziert betrachtet werden, teilte Kolling mit. Neben drei Suizidfällen sei unter den 19 Drogentoten auch ein luxemburgischer Staatsbürger, der wegen des Auffindungsortes in die Statistik gelangt sei. Man müsse bei dem Anstieg "von einer bedauerlichen, aber rein statistischen Schwankung" ausgehen, was bei solch kleinen Zahlen nicht unüblich sei, so Kolling. Zu hoffen ist, dass es bei diesem statistischen Ausrutscher bleibt. Bisher sieht es danach aber nicht aus: Allein in der ersten Woche des neuen Jahres wurden im Saarland bereits zwei neue Drogenopfer entdeckt (wir berichteten).

19 Menschen sind 2015 im Saarland an den Folgen von Drogenkonsum gestorben. Das ist der höchste Stand seit 2009 und ein starker Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren: 2014 gab es acht Drogentote, im Jahr davor waren es zwölf.

Eine richtige Erklärung für den Anstieg hat die Polizei nicht. Es sei jedenfalls kein verunreinigter Stoff im Umlauf, der für die Todesfälle verantwortlich wäre, teilte das Landespolizeipräsidium auf SZ-Anfrage mit. Unter den 19 Todesfällen befanden sich demnach aber mehrere Suizide, was in den Jahren zuvor nicht so ausgeprägt der Fall gewesen sei.

Dem saarländischen Drogenbeauftragten und Sozialstaatssekretär Stephan Kolling (CDU ) zufolge sind weder neue Substanzen im Umlauf, noch habe sich das Konsumverhalten der Drogensüchtigen verändert. Es lägen keinerlei Erkenntnisse für den Anstieg der Todesfälle im vergangenen Jahr vor. Auch saarländische Einrichtungen wie das Drogenhilfezentrum Saarbrücken , die im Bereich der Suchthilfe tätig sind und direkt mit Drogenabhängigen zu tun haben, haben nichts bemerkt, das den Anstieg erklären würde.

Die Zahl der Todesfälle müsse differenziert betrachtet werden, teilte Kolling mit. Neben drei Suizidfällen sei unter den 19 Drogentoten auch ein luxemburgischer Staatsbürger, der wegen des Auffindungsortes in die Statistik gelangt sei. Man müsse bei dem Anstieg "von einer bedauerlichen, aber rein statistischen Schwankung" ausgehen, was bei solch kleinen Zahlen nicht unüblich sei, so Kolling. Zu hoffen ist, dass es bei diesem statistischen Ausrutscher bleibt. Bisher sieht es danach aber nicht aus: Allein in der ersten Woche des neuen Jahres wurden im Saarland bereits zwei neue Drogenopfer entdeckt (wir berichteten).

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Am RandeDie Piraten im Landtag wollen ein Modellprojekt zur kontrollierten Abgabe von Cannabis im Saarland initiieren. Dies soll als erster Schritt hin zu einem Umdenken in der Drogenpolitik dienen. Erwachsene sollen dann von staatlich lizensierten Firmen legal Cannabis erwerben können. Anbau, Produktion und Weitergabebedingungen sollen geregelt und streng überprüft werden, teilt die Partei mit. red