Wochenende im Zeichen des Abstiegskampfs

Die HSG Dudweiler-Fischbach kann sich mit einem Sieg beim Tabellennachbar Brotdorf etwas Luft nach unten verschaffen. Richtig schwer wird es für den HCS Saarbrücken gegen den Tabellenzweiten.

Zum Duell des Zweitletzten gegen den Zweiten der Handball-Saarlandliga kommt es an diesem Samstag in der Saarbrücker Bruchwiesenhalle: Um 20 Uhr empfängt der HCS Saarbrücken die HSG Nordsaar. Im Hinspiel fuhr der Aufstiegsaspirant einen klaren Sieg ein und fertigte die St. Johanner vor heimischem Publikum klar mit 32:16 ab.

"Auf dem Papier ist auch das Rückspiel eine klare Sache, aber auch dieses Spiel muss erst einmal gespielt werden", sagt HCS-Kreisläufer Stefan Bommer, dem die letzten Ergebnisse der HSG Nordsaar Grund zur Hoffnung geben: "Da kommt jede Menge Qualität auf uns zu. Aber sie haben von ihren letzten drei Spielen nur eines gewinnen können."

Nach der deutlichen Niederlage bei Tabellenführer TV Niederwürzbach (24:39) stehe seine Mannschaft im Kampf um den Klassenverbleib mit dem Rücken zur Wand, sagt Bommer. Tatsächlich beträgt der Abstand des HCS auf Schlusslicht TV Kirkel nur einen Punkt. Schaffen die Saarbrücker jedoch eine Überraschung, könnten sie einen Schritt aus dem Keller machen und Selbstvertrauen für die kommenden Spiele gegen die Konkurrenten TuS Elm-Sprengen und HSG Ottweiler/Steinbach sammeln. Bommer bleibt jedoch auf dem Boden: "Leider wird uns mit Haythem Arfaoui ein wichtiger Spieler in der Deckung wegen einer Rotsperre fehlen - nicht die besten Vorzeichen. Ich glaube, dass wir das aber im Training unter der Woche in Motivation umwandeln konnten."

Gefährlich nah an den Abstiegsplätzen steht auch die HSG Dudweiler-Fischbach, die mit 8:20 Punkten Zehnter ist. Am Sonntag geht es für Dudweiler zum Tabellennachbarn TuS Brotdorf , der mit einem Spiel weniger vor den "Wikingern" steht. Das Hinspiel verlor Dudweiler beim ersten Saison-Heimspiel mit 21:26. Nach der 25:42-Klatsche gegen Niederwürzbach am letzten Spieltag steht Wiedergutmachung ganz oben auf der Prioritätenliste. "Das war ein echtes Debakel. In dem Spiel hat nichts funktioniert, was wir uns im Vorfeld vorgenommen hatten. Ich hoffe, dass wir das Spiel aus den Köpfen bekommen haben", sagt der Dudweiler Trainer Miodrag Jelicic: "Besonders in der Abwehr müssen wir in Brotdorf ganz anders zu Werke gehen, um uns die Butter nicht vom Brot nehmen zu lassen."

Eine vergleichsweise einfache Aufgabe hat dagegen die HSG TVA/ATSV Saarbrücken vor der Brust. Die "Löwen", die zuletzt drei Spiele in Folge gewinnen konnten und als Fünfter (18:8 Punkte) in Schlagdistanz zum Toptrio der Liga sind, empfangen, ebenfalls um 20 Uhr, die Tabellenletzten aus Kirkel. "Wir machen den Gegner nicht am Tabellenplatz fest und erwarten eine unangenehme Mannschaft", sagt HSG-Trainer Andreas Birk.