Wissenschaftler: 800 Saarländer haben HIV oder Aids

Im Saarland leben nach einer Schätzung des Robert-Koch-Instituts rund 800 Menschen mit HIV und Aids. Bei etwa 130 von ihnen sei die Infektion bisher nicht diagnostiziert worden, teilte das Saar-Sozialministerium zum heutigen Welt-Aids-Tag mit.

Die Zahl der Neuinfektionen liege pro Jahr bei rund 30. Die Projekte der Aids-Hilfe Saar trügen dazu bei, dass die Infektionsrate im Saarland bundesweit zu den niedrigsten Raten gehöre, teilte Ministerin Monika Bachmann (CDU ) mit. "Wir müssen die sehr gute und wichtige Aufklärungsarbeit konsequent weiterführen und vertiefen, damit die Krankheit kein Tabu mehr ist."

Die Linken-Abgeordnete Barbara Spaniol warnte unterdessen vor Kürzungen bei der Aids-Prävention. Denn ein Anstieg der HIV-Neuinfektionen komme die Gesellschaft deutlich teurer, sagte sie: Der Staat müsse im Schnitt pro HIV-Patient und Jahr nämlich 23 300 Euro ausgeben.