„Wir dürfen nach oben schauen“

Saar 05 Saarbrücken bleibt Oberliga-Spitzenreiter SC Hauenstein auf den Fersen. Der Aufsteiger besiegte seinen Verfolger TSG Pfeddersheim mit 1:0 (1:0) und festigte seinen zweiten Tabellenplatz.

"Jetzt haben wir sechs Punkte Vorsprung auf einen direkten Konkurrenten. Die Tabellensituation ist momentan richtig schön", sagte Trainer Timon Seibert am vergangenen Samstag. Gerade hatte sich sein SV Saar 05 Saarbrücken im Spitzenspiel der Fußball-Oberliga gegen den Tabellendritten TSG Pfeddersheim mit 1:0 (1:0) durchgesetzt und Rang zwei gefestigt. Spitzenreiter mit einem Punkt Vorsprung auf den Aufsteiger bleibt der SC Hauenstein , der sein Spiel am Samstag beim FV Diefflen mit 5:2 (3:0) gewann.

Besonders in der ersten Halbzeit zeigten die 05er tollen Fußball. Sie ließen den Gegner kaum zur Entfaltung kommen. Wenn es gefährlich wurde, ging es meist über die Außenbahnen. Die erste Torchance hatte Kristoffer Krauss nach einer zu kurzen Kopfball-Abwehr der Pfeddersheimer. Sein Volleyschuss ging knapp am Tor der Gäste vorbei. Kurz darauf bediente Christoph Fuhr Stürmer Christian Hertel, der aus der Drehung an TSG-Schlussmann Thorsten Müller scheiterte.

Saar 05 ließ nicht locker und wurde nach 15 Minuten belohnt: Auf der linken Seite ließ Sascha Simon zwei Gegenspieler stehen. Seine Flanke verlängerte Hertel per Kopf - der mitgelaufene Fuhr schob aus kurzer Distanz zum Tor des Tages ein. Die nächste Chance hatte Hertel - wieder nach Vorarbeit von Simon. Doch sein Schuss traf die Latte (30. Minute).

Bis zum Pausenpfiff konnte sich Pfeddersheim ein wenig aus der Belagerung lösen und hatte etwas mehr vom Spiel. Torchancen sahen die knapp 300 Zuschauer im Stadion am Kieselhumes aber nicht mehr. "Es wäre wichtig gewesen, das zweite Tor vor der Halbzeit nachzulegen, weil der Gegner dann vielleicht ein bisschen nachgelassen hätte", sagte Seibert. Er ergänzte: "So mussten wir bis zum Ende kämpfen."

Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie ruppiger. Schiedsrichter Rainer Wulftange unterbrach das Spiel häufig. Dadurch verlor die Partie an Tempo. Das fußballerische Niveau sank im Vergleich zur ersten Halbzeit deutlich. Pfeddersheim hatte nun aber die besseren Torchancen und Saar 05 hatte Glück, als ein direkter Freistoß von Christopher Ludwig am Pfosten landete. Wenig später zeichnete sich Marc Birkenbach im Tor der Saarbrücker aus: Mit einer tollen Parade lenkte er einen Schuss des zur Halbzeit für Dennis Seyfert eingewechselten TSG-Stürmers Kevin Gotel, der sich mit einem Sololauf durchgespielt hatte, über die Latte. Saarbrückens Verteidiger Christoph Holste sagte: "Kevin Gotel ist ein bulliger Spielertyp, eklig zu verteidigen." Danach verteidigte Saar 05 aber gut und stand wieder so sicher wie im ersten Durchgang. "Wir waren in der ersten Halbzeit dominant, Pfeddersheim hat auch etwas verhalten begonnen. Mit etwas Glück hätten wir das zweite Tor machen können", erklärte Holste: "Dann war ein Bruch in unserem Spiel. Aber alles in allem haben wir verdient gewonnen." Auf den Sechs-Punkte-Abstand angesprochen sagte er: "Dass wir so weit oben stehen, ist keine Überraschung mehr. Ich glaube, wir dürfen nach oben schauen."