Windräder: Linke im Landtag widerspricht Burbacher Ortsverband

Windräder: Linke im Landtag widerspricht Burbacher Ortsverband

In der Diskussion über die Windkraft-Pläne in Burbach geht die Linksfraktion auf Distanz zu den Äußerungen des Ortsverbands Burbach. Die umweltpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Landtag, Dagmar Ensch-Engel , betont: "Die Position der beiden Linke-Politiker in Burbach ist eine Einzelmeinung, die weder mit der Politik der Linke-Fraktionen im Landtag und im Stadtrat noch mit dem landespolitischen Programm der Saar-Linke in Einklang steht." Die Linke im Saarland nehme die Sorgen und Proteste der Bevölkerung ernst und lehne einen Wildwuchs von Windkraftanlagen ab. Ensch-Engel: "Es ist nicht sinnvoll, die Proteste der Bürgerinnen und Bürger gegen den weiteren Bau von Windkraftanlagen mit derselben Überheblichkeit und denselben Phrasen vom Tisch zu wischen, wie es früher mit Protesten gegen Atomkraftwerke passiert ist. Wird diese Anlage nicht gebaut, fallen die Lichter aus, hieß es früher von der Atomlobby. Heute heißt es: Werden diese Windkraft-Anlagen nicht gebaut, scheitert die Energiewende . Dabei sind diese Anlagen im windarmen Saarland alles andere als unersetzlich." Der Energiewende wäre weit mehr gedient, wenn stattdessen in Energie-Einsparmaßnahmen und Energieeffizienz investiert würde. Es wäre außerdem sinnvoller, innovative Speichertechnologien zu entwickeln, statt für hunderte Millionen Euro überschüssigen Strom zu vernichten und Geld für Anlagen auszugeben, die das zerstören, was sie angeblich schützen wollen, nämlich die Natur und Artenvielfalt.

Manfred Klasen, Vorsitzender des Ortsverbandes Burbach und Mitglied im Bezirksrat Mitte, hatte am Freitag in der SZ erklärt: "Die mit Windkraft verbundenen Belastungen sind erheblich geringer als bei allen bisherigen Formen der Energieerzeugung." Wer umweltfreundlichen Strom wolle, müsse auch sagen, wie das umgesetzt werden soll.

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