Wie junge Leute die Stadt bewerten

Kinder und Jugendliche haben die Jugendtauglichkeit und die Jugendfreundlichkeit in den Bezirken der Landeshauptstadt mit der Note „befriedigend“ (3,1) bewertet. Und heute geht's im Café Exodus um die Ergebnisse.

3,1: Mit dieser Schulnote haben Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 21 Jahren durchschnittlich die Jugendfreundlichkeit im Saarbrücker Stadtgebiet bewertet. Das ist das Ergebnis der Befragungen, die DingDeinDorf (eine Beteiligungsaktion des Landesjugendrings Saar) durchgeführt hat. Die Untersuchung lief in den Bezirken Mitte, West, Halberg und Dudweiler, 640 junge Leute nahmen teil.

Dabei, so heißt es in der Pressemitteilung des Landesjugendrings, zeigte sich, "dass die Befragten im Bezirk Halberg (3,5) deutlich unzufriedener mit der Jugendfreundlichkeit und Jugendtauglichkeit sind, als die Bewohner des Bezirks West (3,2) und Dudweiler (3,2) und die Jugendlichen aus dem Bezirk Mitte (3,0)."

Wo verbringen die Befragten ihre Freizeit? Dazu heißt es: "Etwa ein Viertel gibt an, dies in einem anderen Stadtteil zu tun, zwei Drittel bleiben an ihrem jeweiligen Wohnort. Deutlich seltener verbringen Jugendliche aus dem Großraum Saarbrücken ihre Freizeit anderswo im Saarland." In Sachen Konsum- und Einkaufsmöglichkeiten erreicht die Stadt eines der besten Ergebnisse landesweit. Die Freizeitmöglichkeiten werden insgesamt überdurchschnittlich bewertet, die Zufriedenheit mit dem Wohnort und die Einschätzung der Kinder- und Jugendfreundlichkeit liegen im Landesdurchschnitt, heißt es. Und das sind einige Befragungsergebnisse in den jeweiligen Bezirken:

Die Wünsche der Jugendlichen aus dem Bezirk Mitte befassen sich mit der Erweiterung der Freizeitangebote, vor allem in Sachen Treffpunkten oder Sportmöglichkeiten. Ebenfalls zielen sie auch auf die Modernisierung vorhandener Angebote, zum Beispiel der Ausstattung der Jugendtreffs, ab. "Die Jugendlichen erleben die aktuelle Spardiskussion mit Besorgnis und sprechen sich deutlich für den Erhalt von Angeboten wie dem Schwimmbad oder dem Café Exodus aus." In der Kritik stehen die hohen Preise etwa für Eintritte und den ÖPNV. Der Bezirk Mitte schneidet insbesondere bei den Plätzen für Jugendliche, dem kulturellen Angebot und der gastronomischen Landschaft und den Einkaufsmöglichkeiten überdurchschnittlich ab.

Die Jugendlichen aus Dudweiler machen sich stark für den Erhalt ihres Schwimmbades. Außerdem wünschen sie sich innerorts mehr Einkaufsmöglichkeiten sowie auch hier mehr jugendgerechte Plätze und Sport- beziehungsweise Freizeitaktivitäten. Dudweiler, heißt es, "weist eine stärker ausgeprägte Neigung der Jugendlichen auf, auch in fünf Jahren noch dort zu leben".

Zum Thema:

StichwortRund 3100 Kinder und Jugendliche haben sich laut Landesjugendring saarlandweit an der Befragung zu "DingDeinDorf" beteiligt. Am heutigen Dienstag um 18 Uhr diskutiert die Verwaltung im Café Exodus, Johannisstraße 9, über die Ergebnisse der Befragung. Junge Leute zwischen 12 und 26 Jahren sind hierzu eingeladen. red