Wetteifern um den Nachwuchs

Saarbrücken. Sich als Jugendlicher einmal wie ein 80-Jähriger fühlen: Der "Age Simulator" der Altenpflegeschule Schwalbach macht es möglich. "Der Simulator besteht aus Gewichtsmanschetten, die einen Eindruck von den nachlassenden Kräften und der Bewegungseinschränkung im Alter vermitteln sollen", sagt die Auszubildende Servim Altun

Saarbrücken. Sich als Jugendlicher einmal wie ein 80-Jähriger fühlen: Der "Age Simulator" der Altenpflegeschule Schwalbach macht es möglich. "Der Simulator besteht aus Gewichtsmanschetten, die einen Eindruck von den nachlassenden Kräften und der Bewegungseinschränkung im Alter vermitteln sollen", sagt die Auszubildende Servim Altun. So könne man sich als angehende Altenpflegerin ein wenig in die Patienten einfühlen - eine wichtige Fähigkeit in dem Beruf.Diese Erfahrung ist nicht die einzige, die Schüler gestern am Thementag der Gesundheitsfachberufe beim "Ausbildung für alle!"-Stand auf der Saarmesse machen konnten. Insgesamt 18 Berufe haben die Lehrlinge und ihre Ausbilder vorgestellt, darunter den Beruf der Hebamme, des Podologen oder des Rettungsassistenten. "Logopäden können mehr als nur Lispeln und Stottern behandeln", sagt die 21-jährige Maike Breiter, Logopädie-Auszubildende im zweiten Lehrjahr vom Caritas-Klinikum Saarbrücken. "Wir helfen auch Schlaganfallpatienten oder Zweijährigen bei der Entwicklung ihrer Sprache", sagt sie. Der Aufgabenbereich sei sehr vielfältig, das sei auch das Faszinierende daran.

Experten und Azubis gleichermaßen raten Schülern zu einem Praktikum oder einem Freiwilligen Sozialen Jahr, um Einblicke in den jeweiligen Job zu bekommen. "Schon nach einem Tag im Praktikum wusste ich, dass ich Logopädin werden will", sagt auch Breiter.

Die Neuntklässler Lars Ellgass und Marcel Müller wissen noch nicht, welchen Beruf sie einmal ausüben wollen. "Es sind interessante Sachen dabei", sagen die beiden Schüler der Erweiterten Realschule Kirkel-Limbach. Ellgass könne sich als Physiotherapeut vorstellen, Müller eher als Podologe. Genauer informiert haben sie sich an diesem Tag aber noch nicht. Wie viele andere scheinen sie sich noch nicht überwinden zu können, die Experten anzusprechen. Wenn sie diese Distanz abgebaut haben, gehen sie einen Schritt in die richtige Richtung. Denn Nähe zu Patienten bringt jeder der Berufe mit sich. dkl