Werbung für Saarbrücken zahlt sich aus

In Saarbrücken gab es im ersten Halbjahr 2013 mehr Gäste und mehr Übernachtungen als in den vergangenen Jahren. Fachleuten zufolge wurde verstärkt für Saarbrücken geworben, gerade in benachbarten Regionen. Die Stadt, so die Botschaft, sei ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge. Und biete sich auch als Zwischenstopp auf der Reise nach Paris an.

Korken habe man noch nicht knallen lassen, sagt Alexander Hauck. Er ist eher vorsichtig optimistisch: "Das ist erst einmal ein Trend. Wenn die Zahlen übers Jahr gehalten werden, dann gibt es Crémant." Hauck ist Geschäftsführer der Kongress- und Touristik Service Region Saarbrücken GmbH (Kontour). Als solcher kann er sich über die Tourismuszahlen des Statistisches Amtes des ersten Halbjahres für Saarbrücken schon freuen: Von Januar bis Juni wurden 141 657 Gäste und 240 793 Übernachtungen gezählt - im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Plus von 14 (Gäste) beziehungsweise 10,7 Prozent (Übernachtungen). Oberbürgermeisterin Charlotte Britz bezeichnete dies kürzlich als die "bislang beste Halbjahresstatistik für die Landeshauptstadt." Die Zahlen seien sogar besser als im Rekordjahr 2011 (die SZ berichtete).

Hauck hat den Eindruck, dass es auch aktuell gut laufe. "Das ist ein großes gemeinsames Verdienst, das Saarbrücken insgesamt guttut", sagt der Chef der zentralen Tourismusmarketingorganisation für die Landeshauptstadt und die Region Saarbrücken. Nachdem 2012 die "Sonderfaktoren" von 2011 gefehlt hätten (vor allem durch die Großbaustellen hatte es 2011 deutlich mehr Ankünfte und Übernachtungen gegeben), habe man sich, so Hauck, zusammen mit Partnern bemüht, verstärkt neue Märkte zu erschließen - und so unter anderem im Rhein-Main-Gebiet geworben. Außerdem habe sich ausgewirkt, "dass wir uns auf der Internationalen Tourismus-Börse ITB in Berlin präsentiert haben." Schließlich stehe Kontour auch in Kontakt mit dem Internationalen Bustouristik-Verband. Es gelte, für Saarbrücken als interessantem Zwischenstopp, zum Beispiel auf der Reise nach Paris, zu werben und Kontakte zu knüpfen. Hauck erhofft sich auch Impulse durch das geplante Busterminal an der Dudweilerstraße.

"Je weiter man aus Saarbrücken raus ist, umso kleiner wird die Stadt im Auge des Betrachters - das heißt, es gilt, Saarbrücken in einen größeren Kontext zu bringen", sagt Hauck.

So werbe man dafür, dass Paris, Metz, Luxemburg oder Trier nicht weit weg seien. Von Saarbrücken ausgehend könnten die Besucher viele Ausflugsziele wie beispielsweise die Saarland-Therme in Kleinblittersdorf oder das Weltkulturerbe in Völklingen entdecken. Es gelte, den Aspekt der Grenznähe und die hohe Qualität der Angebote herauszustellen.