Wer wird „Saarlands Bester“?

Die Aktion „Saarlands Beste“ sucht den Monatssieger im Januar. Die SZ stellt heute drei Personen und drei Gruppen vor, die Besonderes leisten. SZ-Leser können per Telefon oder im Internet bis kommenden Montag, 22. Februar, abstimmen.

Peter Brill Foto: P. Brill. Foto: P. Brill
Eva Biard Foto: E. Biard. Foto: E. Biard
Christina Wieth Foto: Privat. Foto: Privat
First-Responder Foto: F. R. Foto: F. R.
Sternsinger Foto: C. Braun. Foto: C. Braun
Volcano e. V. Foto: A. Ibelshäuser. Foto: A. Ibelshäuser

Die Saarbrücker Zeitung würdigt außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement mit dem Preis "Saarlands Beste". Im Fokus stehen Personen, Gruppen und Vereine , die Menschen oder Tieren helfen oder sich für andere einsetzen. Wenn Sie solche Menschen oder Gruppen kennen, können Sie uns diese vorschlagen. Aus den Einsendungen wählt eine kompetente Jury drei Vorschläge aus. Jeden Monat werden diese dann vorgestellt. Sie, liebe Leserinnen und Leser, können bis einschließlich 22. Februar per Telefon (pro Anruf aus dem Festnetz 50 Cent) oder auf der Internetseite der Saarbrücker Zeitung für Ihren Favoriten abstimmen. Unter allen teilnehmenden Anrufern verlost die SZ zwei VIP-Karten zur "Saarlands Beste"-Gala Anfang 2017.

Senden Sie Ihre Vorschläge an die Saarbrücker Zeitung , "Saarlands Beste", Gutenbergstraße 11-23, 66103 Saarbrücken oder per E-Mail an saarlands-beste@sz-sb.de

Nachdem Peter Brill über mehrere Jahre unter schweren Depressionen litt, gibt er seit Oktober 2012 an Betroffene seine Erfahrungen weiter. Drei Jahre zuvor hatte der zweifache Familienvater aus Brotdorf, der als Verwaltungsbeamter im gehobenen Dienst arbeitet, für sich selbst und andere das Kompass-Konzept erarbeitet. Unter seiner Leitung trifft sich der Arbeitskreis "Kompass - Ein Wegweiser zur Gesundheit" einmal pro Monat im Landratsamt in Merzig, eine zweite Selbsthilfegruppe im Haus der Familie in Merzig. Für jeweils zwei Stunden tauscht sich Brill mit Betroffenen und Angehörigen aus. Gleichzeitig hilft er den Depresssions-Erkrankten dabei, sich auf ihre Stärken zurückzubesinnen.

Tel. (0 13 79) 37 02 60 04

Eva Biard trat vor neun Jahren einen Freiwilligendienst in einem Kinderheim im bolivianischen Cochabamba an. Bewegt von den dortigen Missständen, rief die Pädagogin mit einer Freundin die "Escuelita de la Bienvenida" (kleine Schule, in der alle willkommen sind) ins Leben. Auf dem Gelände eines Kinderheims werden unter anderem Kinder medizinisch versorgt und unterrichtet. Damit das Projekt finanziert werden konnte, gründeten 2008 Freunde, Kollegen und Familie den Verein "Escuelita Cochabamba". "Ich stehe stellvertretend für ein Team von elf Freundinnen und Freunden, die gemeinsam das Projekt steuern", betont die Dozentin für elementare Kunstdidaktik an der HBK.

Tel. (0 13 79) 37 02 60 05

Christina Wieth engagiert sich für Flüchtlinge in St. Ingbert. Die 50-Jährige hat vor fünf Monaten im früheren Kindergarten St. Pirmin ein Möbellager für diese Menschen ins Leben gerufen. Zu den Öffnungszeiten erhalten Familien und Alleinstehende kostenfrei Möbel, Kleidung und Haushaltsgegenstände. Zusammen mit einer Gruppe aus zwölf Syrern und einem deutschen Fahrer managt sie das Lager. Darüber hinaus erstellt sie Dienstpläne und unterstützt die Menschen dabei ihren Alltag zu bewältigen. "Das Möbellager ist auch eine Art Anlaufstelle und Treffpunkt für die Neuankömmlinge", erläutert Wieth, die sich zudem als Vorsitzende des Netzwerks Flüchtlingshilfe St. Ingbert engagiert.

Tel. (0 13 79) 37 02 60 06

Die First-Responder-Gruppe (FRG) der Feuerwehr Freisen hilft mit speziell ausgebildeten Kräften und medizinischer Ausrüstung bei Notfällen. In der Gemeinde Freisen kommt es meist zu solchen Engpässen, wenn sich der dort stationierte Rettungswagen gerade im Einsatz befindet. Jeweils zwei Helfer aus dem Team fahren bei Notfällen voraus und leisten entsprechende Erste-Hilfe-Maßnahmen. "Die First-Responder ersetzen nicht den regulären Rettungsdienst, sondern unterstützen diesen", stellt der stellvertretende Leiter der Gruppe, Christian Alles, klar. Alle 18 Mitglieder der Gruppe engagieren sich ehrenamtlich neben ihren Berufen. Die FRG wurde seit Januar 2014 zu 117 Einsätzen alarmiert.

Tel. (0 13 79) 37 02 60 01

Knapp 200 Sternsinger der Pfarrei Heiliger Ingo bertus sind Anfang Januar durch die St. Ingberter Innenstadt gezogen und haben Spenden für Kinder in Not gesammelt. Drei Tage sangen sie Lieder und schrieben mit Kreide den Segenspruch "Christus mansionem benedicat" auf den Türsturz. "Das Dreikönigssingen gilt als die größte Hilfsaktion von Kindern für Kinder", sagt Andreas Sturm, Pfarrer der Pfarrei Heiliger Ingobertus. An der Aktion beteiligten sich neben Messdienern und Erstkommunionkindern aus den sechs Gemeinden auch erstmals syrische Flüchtlingskinder . Insgesamt erbrachte die Aktion der Pfarrei 37 400 Euro. Mit dem Geld werden weltweit über 2000 Projekte unterstützt.

Tel. (0 13 79) 37 02 60 02

Dem Verein Volcano ist es ein Anliegen, die offene Jugendarbeit und die Kultur der selbstverwalteten Jugendzentren in der Gemeinde Tholey zu fördern. Seit 2009 organisiert der Verein alljährlich das Volcano-Festival. "Uns war wichtig, dass hier jeder so sein darf wie er ist, ohne dabei andere zu diskriminieren", nennt der Vereinsvorsitzende Yannick Meisberger ein Ziel. Die Volcano-Organisatoren setzen auf niedrige Ticketpreise und ein großes veganes und vegetarisches Essensangebot. Seit Juli unterstützen sie auch die Flüchtlingshilfe Schaumberg, indem sie bei Möbeltransporten mitanpacken und Patenschaften übernehmen. Im November veranstaltete der Verein das Benefiz-Konzert "Welcome to Tholey".

Tel. (0 13 79) 37 02 60 03

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