Wenn Sätze einen irgendwann einholen

Manchmal sagt man Dinge, die einem später hinterherlaufen. Zum Teil noch lange danach.

Kommt immer darauf an, wie berühmt man ist. So gruben Journalisten-Kollegen von uns vor Kurzem ein Zitat von Uli Hoeneß aus. Der sagte 2005 in einem Interview: "Ich weiß, dass das doof ist. Aber ich zahle volle Steuern." Manchmal treffen aber auch im Vorhinein gesagte Sätze voll zu. So befürchtete Spielertrainer Martin Klein vom SV Alschbach vor dem Kreisliga-Spiel beim FC Bierbach, zweistellig zu verlieren. Und er sollte recht behalten: die Alschbacher unterlagen mit 1:13. Manchmal ist es aber auch schön, recht zu haben. "Wir wissen ja, dass wir stärker sind, als es der derzeitige Tabellenplatz aussagt", meinte Trainer Marco Emich vom FSV Jägersburg Mitte September. Nach dem achten Spieltag war der FSV mit nur vier Pünktchen Vorletzter. Seitdem holten die Jägersburger in 14 Spielen stolze 30 Zähler - eine starke Bilanz.

Aber unser persönliches Lieblingsbeispiel von schnell einholenden Worten datiert ebenfalls aus dem Jahr 2005. Damals sagte Sabrina Rastetter vor einem DFB-Pokal-Viertelfinale gegen die Übermannschaft des 1. FFC Frankfurt etwas lapidar: "Die kochen auch nur mit Wasser", erklärte die Spielerin des Fußball-Zweitligisten 1. FC Saarbrücken. Das Frankfurter Wasser war dann doch etwas zu heiß - die Hessinnen siegten mit 12:0. Also besser immer aufpassen. Denn manchmal haben Sätze einen auch ganz schnell eingeholt.