Wenn Puzzleteile sich zum Ganzen fügen

Saarbrücken. Es gilt, die Stadt als Ganzes neu zu bewerten und besser zu verkaufen. Dafür streitet Saarbrückens Baudezernentin Rena Wandel-Hoefer. Sie legt sich vehement für einen umfassenden Imagewandel ins Zeug und wird dabei nicht müde, bei den Menschen für einen "Aufbruch" zu werben

Saarbrücken. Es gilt, die Stadt als Ganzes neu zu bewerten und besser zu verkaufen. Dafür streitet Saarbrückens Baudezernentin Rena Wandel-Hoefer. Sie legt sich vehement für einen umfassenden Imagewandel ins Zeug und wird dabei nicht müde, bei den Menschen für einen "Aufbruch" zu werben. So war es auch in der jüngsten Sitzung des Rats-Bauausschusses, als Wandel-Hoefer und ihre Mitstreiter den versammelten Stadtverordneten erklärten, wie es sich mit dem Stadtentwicklungskonzept, den städtebaulichen Perspektiven und der Zukunft der einzelnen Stadtquartiere verhält. "Wir müssen uns grundlegend Gedanken machen für die nächsten Jahrzehnte", formulierte es die Dezernentin. Das Stadtentwicklungskonzept sei so etwas wie ein Grundsatzprogramm für Verwaltung und Politik. Das unter Federführung von Oberbürgermeisterin Charlotte Britz entstandene Papier beschreibt wirtschaftliche, gesellschaftliche, kulturelle, bildungspolitische, soziale und ökologische Entwicklungen sowie städtebauliche Prozesse und legt strategische Ziele fest. Unter diesem Überbau möchte die Baudezernentin mit einzelnen Fachkonzepten arbeiten, in denen genaue Handlungsanweisungen formuliert werden: ein Struktur-Masterplan für das "Leuchtturm-Projekt" Stadtmitte am Fluss, ein Mobilitätsplan, ein Freiraum-, ein Wohnraum- und ein Gewerbeflächen-Entwicklungsprogramm, Leitlinien zur Nahversorgung und eine Leitlinie zur Baukultur. Wie bei einem Puzzle soll mit Hilfe der Inhalte dieser Papiere das große Ganze erwachsen und zielstrebig fortentwickelt werden. Als "Stadt der Vielfalt und der kurzen Wege im Grünen" soll sich Saarbrücken selbst definieren. Die Bürger sollen selbstbewusst auf ihre Stadt schauen und stolz auf sie sein. Wandel-Hoefer lässt trotz der aktuellen Konzentration auf die Stadtmitte als "Visitenkarte" keinen Zweifel, dass sie auch die Stadtquartiere als wichtige "Adressen" betrachtet, ohne die Saarbrücken nicht das wäre, was es ist. Sie strebt an, "ein Gesamtbild der Stadt und ihrer Teile" zu erstellen.Die Politiker sind offensichtlich beeindruckt, was derzeit in der Verwaltung erarbeitet wird. Sie nennen Vorgehen und Vorschläge "mutig" (Guido Vogel, Grüne) oder "extrem professionell" (Hermann Hoffmann, CDU) und ermuntern dazu, auf Kurs zu bleiben ("weiter so" - Günther Karcher, SPD).