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Wenn es die Menschen ans Wasser zieht

Im Sommer sind die Sonnenplätze auf dem Fahrgastschiff „Frohsina“ begehrt. Fotos: Iris Maurer
Im Sommer sind die Sonnenplätze auf dem Fahrgastschiff „Frohsina“ begehrt. Fotos: Iris Maurer
An schönen Sommertagen wissen Städter es besonders zu schätzen, wenn ein Fluss vor der Haustür fließt. Er verspricht Abkühlung und Entspannung. Wir haben uns an der Saar umgeschaut. Ilka Desgranges

Warteschlange am Treidelpfad unterhalb des Staatstheaters in Saarbrücken. An Sonnentagen in den Sommerferien kann man nicht eben mal eine Karte für die "Frohsina" kaufen, und es sich auf Deck bequem machen. Schiffchenfahren wollen noch viele andere. Sie stehen geduldig an. Mütter, Väter, Kinder. Die Schleusenfahrt nach Güdingen ist so gut wie ausgebucht. Zwei Stunden lang werden die Fahrgäste oben in der prallen Sonne sitzen oder sich nach unten in den Schatten verziehen und durch die Scheibe auf die Saar und ihr Ufer schauen.



Entlang der Saar ist viel los. Nur wenige Meter entfernt vom Anlegeplatz der Ausflugsschiffe entfernt, kann man Gummiboote mieten. Das Geschäft mit den "Donuts", in deren Mitte ein Grill befestigt ist, geht gut. Von einem Steg aus werden sie losgeschickt, hier werden sie auch geputzt und mit Getränken bestückt. Im Sommer ist Hochbetrieb. Aber Partyboote vermieten sich auch im Winter, dann eben mit Glühwein.

Die "Frohsina" ist an den runden Gummibooten vorbeigetuckert, läuft an der Güdinger Schleuse ein. Hier stehen schon einige Schaulustige. Während das Schiff sich langsam hebt, plaudert der Schleusenwärter mit dem Kapitän. Der soll sich Zeit lassen mit dem Wenden, denn es ist noch ein weiteres Schiff an der Schleuse angemeldet. Für die "Frohsina" beginnt bei der "Wilden Ente" die Rückfahrt. An anderen Tagen fährt sie bis Saargemünd.

In der Hitze des Sommersonntages erscheinen die Schattenplätze im Biergarten besonders begehrenswert. Enten und Gänse an der Saar stört die Sonne nicht. Tage wie dieser sind Festtage für sie, viele Spaziergänger haben Brot dabei. Die "Frohsina" hat sich auf den Rückweg gemacht. Die Passagiere haben den Blick auf den Osthafen mit Silo, also auf einen der besonderen Orte der Stadt. Dort ist zwar schon der ein oder andere Platz besetzt, die Musik läuft, aber noch herrscht hier Entspannungszustand. Zum Sonnenuntergang werden dann mehr Menschen hierher kommen. Am Staden, der größten Liegewiese der Stadt, ist schon den ganzen Tag viel los. Das Autobahngebrumm stört eingefleischte Stadenbesucher nicht. Wasser , Wiese, Bäume - besser geht kaum. Wem es zu heiß wird, der nimmt schon mal unter einer der Brücken Platz. Beine baumeln lassen, Gelegenheit, sich die neuesten Graffitis anzuschauen.

Als die Sonne den höchsten Punkt verlassen hat, ist die "Frohsina" zurück an der Anlegestelle. Jetzt nutzt der Eisverkäufer seine Chance.

personnenschiffahrt-saarbruecken.de

saarspaß.de

Fahrradfahrer entlang der Graffiti-Wand in Höhe des Stadens.
Fahrradfahrer entlang der Graffiti-Wand in Höhe des Stadens.
Fahrgastschiff „Frohsina“ in der Schleuse Güdingen.
Fahrgastschiff „Frohsina“ in der Schleuse Güdingen.
Enten und Gänse warten an der Schleuse auf Futter.
Enten und Gänse warten an der Schleuse auf Futter.
„Donuts“ heißen die runden Boote, auf denen gegrillt werden kann.
„Donuts“ heißen die runden Boote, auf denen gegrillt werden kann.
Blick auf das Silo mit Biergarten am Saaraltarm Saarbrücken.
Blick auf das Silo mit Biergarten am Saaraltarm Saarbrücken.
Geschützte Plätzchen unter einer Brücke.
Geschützte Plätzchen unter einer Brücke.