Wenn einen der Schlag trifft

Ein Blutgerinsel kann im Gehirn einen Schlaganfall verursachen. Wenn das passiert, dann kommt es auf die sofortige und richtige Behandlung an. In Saarbrücken ist man auf diese Fälle hochspezialisiert vorbereitet.

Anlässlich des 20-jährigen Bestehens seiner Schlaganfall-Spezialstation ("Stroke Unit") lädt das Klinikum Saarbrücken am Samstag, 7. Mai, von 9 bis 13 Uhr zu einem Infotag ein. Unter der Leitung vom Chefarzt der Neurologie, Prof. Dr. Karl-Heinz Grotemeyer wird es verschiedene Vorträge rund um die Fortschritte in der Schlaganfallbehandlung geboten. Als Referenten kommen neben Ärzten aus verschiedenen Fachrichtungen des Klinikums Saarbrücken auch Prof. Dr. Klaus Faßbender, Klinikdirektor der Neurologie des Universitätsklinikums Homburg und Dr. Thomas Schlechtriemen, Ärztlicher Leiter Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung. Auf dem Schlossplatz informiert an diesem Tag zudem der Schlaganfallbus über die Themen Nachsorge, Ernährung, Selbsthilfe und Logopädie. Außerdem können Rettungsmittel und das Stroke-Mobil besichtigt werden.

1996 als Modellprojekt in Kooperation mit der Deutschen Schlaganfallhilfe entwickelt, wurde die Stroke Unit des Klinikums Saarbrücken als eine der ersten Schlaganfall-Spezialstationen in Deutschland eröffnet. Das Modell Stroke Unit wurde rasch zum Erfolgsmodell - eine schnelle, gezielte und spezialisierte Schlaganfallbehandlung führte zu enormen Fortschritten und deutlich besseren Ergebnissen in der Schlaganfalltherapie. Das Saarland war 2004 das erste Bundesland mit einer flächendeckenden Stroke-Unit-Versorgung. Heute gehören sie bundesweit zur Standardversorgung von Schlaganfallpatienten. Die Schlaganfallstation des Klinikums Saarbrücken ist nach höchsten Fachstandards als überregionale Stroke Unit zertifiziert. Die Gründe, warum heute viele Patienten einen Schlaganfall oft ohne große Behinderung überstehen können, sind vielfältig - darüber und über zukunftsweisende Entwicklungen werden die Vorträge im Festsaal berichten. Dennoch ist der Schlaganfall immer noch eine der häufigsten Todesursachen. Die Veranstaltung ist für alle Interessierten offen und kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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