Wenn das Herz unter Stress steht

Bluthochdruck, Diabetes und Störungen im Fettstoffwechsel bereiten dem menschlichen Herzen gehörigen Stress. Darum geht es bei den Herzwochen 2016 der Deutschen Herzstiftung. Auch im Regionalverband gibt es einige Vorträge dazu. Los geht es heute, 17 Uhr, im Evangelischen Stadtkrankenhaus Saarbrücken.

Das menschliche Herz hat die Aufgabe, mit 100 000 Schlägen pro Tag 7000 Liter Blut durch das Gefäßsystem zu pumpen, um Organe und Muskeln mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen. Gefährlich wird es, wenn Herz und Gefäße hohem Stress durch Bluthochdruck , Diabetes mellitus und Fettstoffwechselstörungen ausgesetzt sind. Die zählen zu den wichtigsten Risikokrankheiten für Herzinfarkt, Schlaganfall, Herzrhythmusstörungen und Nierenversagen. Das teilt die Deutsche Herzstiftung mit.

Das Tückische an diesen Krankheiten: Häufig unterschätzt, bleiben sie oft unentdeckt und unbehandelt. Selbst wenn viele Patienten bereits in Behandlung sind, sind sie häufig nicht ausreichend therapiert, weil sie auf ihre Medikamente nicht gut eingestellt sind. Oder sie nehmen wegen der Nebenwirkungen ihre Medizin nicht konsequent ein und ändern ihren Lebensstil nicht. "Schleichend erhöht sich so bei Millionen Männern und Frauen das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und andere schwere Herz-Kreislauf-Leiden. Das ist umso tragischer, weil diese Risikokrankheiten - wenn sie nicht erblich bedingt sind - durch therapeutische Maßnahmen wie Medikamente und konsequente Lebensstiländerung sehr gut beeinflussbar sind", sagt der Herzspezialist Prof. Dr. Thomas Meinertz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung.

Deshalb hat die Herzstiftung Bluthochdruck , Diabetes und Cholesterin zum Thema der Herzwochen 2016 gewählt, die unter dem Motto "Herz unter Stress " stehen und bundesweit bis 30. November dauern. Auch Stress im Sinne von psychosozialen Belastungen wird wegen seiner wachsenden Bedeutung als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Krankheiten in den Herzwochen thematisiert. Im Regionalverband gibt es mehrere Vorträge (siehe Infokasten).

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Zum Thema:

Auf einen Blick Folgende Veranstaltungen gibt es im Regionalverband während der Herzwoche. Der Eintritt ist frei. Mittwoch, 2. November, 17 Uhr, Evangelisches Stadtkrankenhaus Saarbrücken, Großherzog-Friedrich-Straße 44, Casino, "Schutz durch eine gute Blutzuckereinstellung"; Samstag, 5. November, 10 bis 12.30 Uhr, Völklingen, Herzzentrum Saar, Kongresszentrum der SHG Klinken, "Herz unter Stress - Bluthochdruck , Diabetes , Cholesterin "; Montag, 7. November, 17 bis 20 Uhr, Caritasklinik St. Theresia, Rheinstraße 2, "Herz unter Stress - Bluthochdruck , Diabetes , Cholesterin : Erkennung, Behandlung, Lebensstil"; 18 bis 19.30 Uhr Knappschaftsklinikum Sulzbach, "Herz unter Stress - Bluthochdruck , Diabetes , Cholesterin : Erkennung, Behandlung, Lebensstil"; Donnerstag, 10. November, 18.30 Uhr, Friedrichsthal, Volkshochschule, Im Grühlingswald 19, Montessori-Schule, "Herz unter Stress - Bluthochdruck , Diabetes , Cholesterin "; Mittwoch, 16. November, 16 - 18 Uhr, Saarbrücker Zeitung, Telefonaktion mit folgenden Experten: Dr. Florian Custodis vom Klinikum Saarbrücken , Dr. Julia Ukena von der Uniklinik Homburg, Prof. Günter Görge, Kardiologe aus Saarbrücken; Samstag, 26. November, 10 bis 12 Uhr, Klinikum Saarbrücken , Casino, "Herz unter Stress - Bluthochdruck , Diabetes , Cholesterin : Erkennung, Behandlung, Lebensstil". red