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Serie Comic-Kurs der HBK
Wenn das Grubenwasser ansteigt

FOTO: Valérie Minelli
Saarbrücken. (red) Die Hochschule für Bildende Künste (HBK) hat einen neuen Schwerpunkt etabliert – den Comic. Seit 2017 gibt es den Masterschwerpunkt Comic/Graphic Novel.

Und in diesem Jahr lud die HBK zu ihrem mittlerweile achten Comic-Symposium Künstler aus der Großregion.


Simpel gesagt können Comics als gezeichnete Geschichten bezeichnet werden. Typischerweise setzt sich ein Comic aus mehreren Einzelbildern zusammen. Als ebenso charakteristisch, aber nicht zwingend für das Medium, erweist sich  die Verwendung von Sprech- und Denkblasen.

Im vergangenen Sommersemester betreute Jonathan Kunz erneut einen Kurs mit Erstsemestlern. Die Idee der Saarbrücker Zeitung für diese Seminare hat er erfreut aufgenommen: Im praktischen Teil zeichnen die Studenten einen Comic zu einem aktuellen saarländischen Thema.



Die Jury aus Kursleiter Kunz, Kulturredakteur Tobias Kessler und Art Director Robby Lorenz kürten die besten Arbeiten. Auf den ersten Platz kam Valérie Minelli aus Luxemburg. In ihren fünf Mini-Comics (Stripes) setzt sich mit den möglichen Folgen der Grubenflutung auseinander. So meint sie etwa, dass mit dem Anstieg des Grubenwassers PCB ins Trinkwasser gelangen kann. Oder in einem anderen Stripe könnten Erdbeben ausgelöst werden, die dann die Badewanne quasi zum Whirlpool werden lässt. In ihrer vierten Geschichte sorgen die Erdbeben dafür, dass das morgendliche Schminken danebengeht.

Pol Borschette hat seine Comics im Stil einer Supermarktanzeige gestaltet. In der Werbung unten auf der Seite wird ein erdbebensicherer Schwenker angepriesen.