Wenn Brötchen geprüft werden

Der Bäckerinnungsverband Saarland hatte eingeladen und viele waren gekommen. Es ging um eine öffentliche Qualitätsprüfung. Deren Ziel ist es Bäckereien dabei zu helfen, ihre Brote und Brötchen zu verbessern.

Was macht ein gutes Brötchen, ein gutes Brot aus? Und was einen guten Bäcker? Wer sich im Bäckerhandwerk täglich seinen Kunden stellen muss, der ist gut beraten, wenn er weiß, wo er mit der Qualität seiner Backwaren tatsächlich steht. Daher beschäftigt Bäckermeister die Frage: Wie gut ist mein Brot eigentlich?

Aus diesem Grund stellten sich gestern einige Bäckereien aus der Region in Homburg der Qualitätsprüfung der Bäckerinnung. Eingeladen zu dieser öffentlichen Qualitätsprüfung, die zum dritten Mal in den Räumen der Kreissparkasse Saarpfalz in der Talstraße stattfand, hatte der Bäckerinnungsverband Saarland. Insgesamt zwölf Brot- sowie acht Brötchensorten wurden zu dieser Prüfung eingereicht, welche von Karl-Ernst Schmalz, Qualitätsprüfer des Deutschen Bäckerhandwerkes, vorgenommen wurde. Bei der Brotprüfung hatten interessierte Verbraucher und Kunden die Gelegenheit, Brotprüfer Karl-Ernst Schmalz einmal bei der Prüfung der abgegebenen Brot- und Brötchensorten über die Schulter zu schauen. Darüber hinaus konnten sie aber auch Fragen stellen, nach welchen Kriterien die Backwaren bewertet wurden, so Schmalz. Unter anderem reichten die Bäckerei Gerd Leibrock aus Limbach, Gerhard Ecker aus Erbach, Max Lagalay aus Ensheim sowie das Café Kuhn aus Blieskastel ihre Backwaren ein.

Geprüft wurden unter anderem Flute, Weizen- und Roggenmischbrot, Kernbeißer, Wiener Landbrot sowie Krustenbrot. Alle eingereichten Brote mussten übrigens mindestens 24 Stunden alt sein und die Brötchen am Prüfungstag gebacken sein, verdeutlichte Schmalz. Bewertet wurden sie nach Form und Aussehen, Oberflächen- und Krusteneigenschaften, Lockerung und Krumenbild, Struktur und Elastizität sowie Geruch und Geschmack. Alle Mitglieder der Bäckerinnung Saarland hätten die Möglichkeit, ihre Brote und Brötchen durch den IQ-Back-Qualitätsprüfer testen zu lassen, denn es ein wichtiges Instrument für die teilnehmenden Bäckereien, meinte Sabine Hensler, Geschäftsführerin der Bäckerinnung Saarland.

"Wir wollen durch diese Prüfung unseren Innungsbäckern eine Rückmeldung geben, aber auch den Kunden Gelegenheit zu Fragen rund ums Backen von Brot- und Brötchen geben", erklärte Hensler.

Ziel des Brottestes sei es, Bäckereien dabei zu helfen, ihre Brote und Brötchen zu verbessern und ihren Kunden damit auch erstklassige Qualität anbieten zu können. Darüber hinaus erhielten die geprüften Bäcker auch eine Auszeichnung ihrer prämierten Produkte, mit der sie werben könnten. Einer der Bäckermeister, welcher seine Produkte zur Prüfung in die Kreissparkasse Saarpfalz gebracht hatte, war Max Lagalay aus Ensheim. "Er ist einer unserer treuesten Teilnehmer", meinte Gerhard Ecker.

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Auf einen BlickMit der freiwilligen Brot- und Brötchenprüfung gibt das Deutsche Bäckerhandwerk seinen Innungsmitgliedern die Möglichkeit, die eigene Arbeit hinsichtlich der Qualität testen und beurkunden zu lassen. Die Prüfung wird durch den Prüfer des Qualitätsprüf- und Beratungsdienstes durchgeführt. Verantwortlich für die Prüfung ist das Institut für die Qualitätssicherung von Backwaren (IQBack), das an der Akademie Deutsches Bäckerhandwerk in Weinheim angesiedelt ist. re