Weniger Hilfe für Langzeitarbeitslose

Regionalverband. "Obwohl die Zahl der Hartz-IV-Empfänger nur unerheblich gesunken ist, werden die Eingliederungsmittel um gut 15 Prozent gekürzt", beklagt Regionalverbandsdirektor Peter Gillo: "Das stellt unser Jobcenter 2013 vor erhebliche Probleme bei den aktiven Arbeitsmarktmaßnahmen

Regionalverband. "Obwohl die Zahl der Hartz-IV-Empfänger nur unerheblich gesunken ist, werden die Eingliederungsmittel um gut 15 Prozent gekürzt", beklagt Regionalverbandsdirektor Peter Gillo: "Das stellt unser Jobcenter 2013 vor erhebliche Probleme bei den aktiven Arbeitsmarktmaßnahmen."Bereits 2012 seien gegenüber 2011 die Eingliederungshilfen um satte 25 Prozent gekürzt worden. Gillo: "Gravierende Auswirkungen wird die Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente wahrscheinlich vor allem im Bereich der Arbeitsgelegenheiten (AGH) - der sogenannten Ein-Euro-Jobs - haben."

Bereits durch die Kürzung der Eingliederungszuschüsse im Jahre 2011 habe das Jobcenter Saarbrücken seine Ein-Euro-Jobs von rund 2000 auf etwa 1500 reduzieren müssen. 2012 seien es dann nur noch gut 1000 gewesen. Gillo: "2013 könnte sich die Zahl weiter auf rund 700 verringern."

Das habe nicht nur Folgen für die Langzeitarbeitslosen, die über die Ein-Euro-Jobs wieder eine berufliche Perspektive erhielten. Auch für die zahlreichen Beschäftigungsprojekte im Regionalverband (RGV), die sich um die Betreuung und Anleitung dieser Menschen kümmern, breche damit die Basis weg. Das gefährde die soziale Infrastruktur, da sich diese Projekte mit ihren Dienstleistungen vor allem um die Benachteiligten der Gesellschaft kümmerten.

Erschwerend komme hinzu, dass die Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) seit 2012 nicht mehr für die Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen eingesetzt werden dürfen. Die zuständigen Beschäftigungsgesellschaften könnten so keine kostendeckende Betreuung mehr leisten. Und der RGV könne dieses Defizit nicht aus seinem Haushalt ausgleichen.

Peter Gillo mahnt: "Deutschlandweit sind mittlerweile gut 70 Prozent der Arbeitslosen Empfänger von ALG II. Gerade diese Menschen dürfen wir nicht von unserer Gesellschaft ausschließen." Das teilte die RGV-Pressestelle mit. red