Wendalinum lädt zu Musik aus Theresienstadt ein

Zu zwei Schulprojekten lädt das St. Wendeler Gymnasium Wendalinum am Mittwoch, 2.

Juli, ab 19 Uhr In die Aula präsentieren Schüler "Musik im KZ Theresienstadt" und "Juden in St. Wendel". Der Musikkurs 10c/d hat eine Ausstellung erarbeitet. Sie umreißt die Gebiete Musik im Nationalsozialismus und in den Konzentrationslagern und stellt Künstler, vor allem Musiker aus Theresienstadt vor. Ein Exkurs führt nach Auschwitz, weil dort unter anderem die Saarländerin Esther Bejarano im Mädchenorchester mitspielte. Parallel dazu wurde von Schülern mit ihrem Musiklehrer Stefan Kunz jüdische Musik aus Theresienstadt, beispielsweise von Ilse Weber, Robert Dauber und Hans Krása eingeübt.

Der katholische Kurs 10b/c des Religionslehrers Rafael Groß hat sich mit der jüdischen Familie Eugen Berl beschäftigt, deren Sohn Fritz als Schüler des Wendalinums von der Schule verwiesen wurde. Ihm gelang die Flucht nach Israel.

Daneben hat die Klasse Stolpersteine im Vorraum der Aula platziert und einen Rundweg zu jüdischen Plätzen in St. Wendel konzipiert, die auch als Projekt für Wandertage oder geschichtliche Stadterkundung genutzt werden kann. Außerdem ist in Zusammenarbeit mit dem Adolf-Bender-Zentrum eine Ausstellung zu "Orten wider das Vergessen" zu sehen.

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