Weiter Ärger um die Bank vor der Bank

Burbach. Die Bank vor der Bank, genauer die steinerne Ruhebank vor der Filiale der Bank 1 Saar am Markt sorgt weiter für Ärger. Das musste Oberbürgermeisterin Charlotte Britz am Mittwoch beim letzten ihrer Stadtteilrundgänge in diesem Sommer bei strömendem Regen unweit der Bank feststellen

Burbach. Die Bank vor der Bank, genauer die steinerne Ruhebank vor der Filiale der Bank 1 Saar am Markt sorgt weiter für Ärger. Das musste Oberbürgermeisterin Charlotte Britz am Mittwoch beim letzten ihrer Stadtteilrundgänge in diesem Sommer bei strömendem Regen unweit der Bank feststellen."Entschuldigung, ich habe bemerkt, dass Sie über uns sprechen", sagte Stefan Noack zu Britz, nachdem er mehrfach höflichst nachgefragt hatte, ob er sie ansprechen dürfe.

Er gehört zu den Obdachlosen, die sich oft an der Bank vor der Bank einfinden und sie quasi belagern. Noack schilderte die Situation aus Sicht der Obdachlosen und gab zu, unter anderem vom Alkohol abhängig zu sein. Er betonte aber, dass die meisten seiner Kumpels weder Streit suchten noch durch Lautstärke oder anders auffallen wollen. Wenn sie eine Bank zur Verfügung hätten, die ein bisschen abseits auf dem Markt steht, würden sie auch damit vorlieb nehmen.

Aber die Geschäftsleute und Hausherren am Markt sind sich einig: Die Bank vor der Bank muss weg, weil die, die sie benutzen zu laut sind und Kunden abschrecken. Dagegen halten Stadtteilmanager Axel Biehl und Stadtplaner Ivo Müller alle Ruhebänke entlang des Marktes für wichtig. Biehl meint: "Die Marktbesucher würden sie nutzen, wenn sie nicht dauernd belegt wären."

Daher will Britz nun für Noack und seine Freunde probeweise eine Holzbank neben der Bühne auf der anderen Seite des Marktes installieren lassen. Sozialarbeiter sollen sich um die Obdachlosen kümmern und dafür sorgen, dass sie auch tatsächlich die neue Bank nutzen.

Weiteres Thema war der im Bau befindliche Bahnhaltepunkt Burbach Mitte. Nach derzeitigen Planungen soll er nur von der Jakobstraße her zugänglich sein. Aber die Burbacher meinen, dann verbinde er zwar den IT-Park mit der Bahn, nicht aber die Menschen im Herzen von Burbach. Besser wär's, wenn auch an der Weyersbergschule eine Rampe zum Bahnsteig beginnen würde.

Weitere Beschwerden gab's über die wild wachsenden Pflanzen zwischen den jungen Bäumen auf dem zentralen Verkehrskreisel, dem Burbacher Stern.

Positiv ist laut Britz die Arbeit des Business improvement districts (Bid) Burbach und von Johanna Biermeier die unermüdlich für ein sauberes Burbach kämpft. Weitere Stationen auf dem Rundgang waren das Familienzentrum der Arbeiterwohlfahrt mit dem Kinder-Kochclub "Flotte Lotte" und der neu gebaute Kindergarten der katholischen Kirchengemeinde.